CDU, SPD, Grüne: Keine „Social Bots“ bei Bundestagswahl

CDU, SPD, Grüne
Keine „Social Bots“ bei Bundestagswahl

Die Wichtigkeit sozialer Medien für den politischen Stimmenfang wurde längst erkannt. Während man in den USA jedoch verstärkt auf computergenerierte Nachrichten setzt, bleibt es in Deutschland persönlich.

BerlinNach der CDU haben sich auch SPD und Grüne gegen den Einsatz von computergenerierten Nachrichten im Bundestagswahlkampf 2017 ausgesprochen. „Die SPD hat bislang keine Social Bots benutzt und wird dies auch in Zukunft nicht tun“, sagte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Der persönliche Eindruck sei viel wichtiger als solche von Computern erzeugte Kommentare. „Manipulation durch Social Bots lehnen wir ab“, sagte auch der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, zu Reuters. Zuvor hatte sich bereits CDU-Generalsekretär Peter Tauber gegen einen Einsatz ausgesprochen.

Sogenannte „Bots“ – abgeleitet von „robots“ – werden derzeit im US-Präsidentschaftswahlkampf sowohl von Republikanern als auch Demokraten eingesetzt, um Stimmung in sozialen Medien zu machen. Bots vermitteln den Eindruck, als ob menschliche Nutzer hinter Kommentaren etwa bei Twitter oder Facebook stecken. In Wahrheit fluten Computer aber mit künstlich erzeugten Identitäten bestimmte Seiten von Politikern mit zustimmenden oder ablehnenden Kommentaren.

Die Frage ist, ob diese Technik im kommenden Jahr auch über den Atlantik schwappt. „Wenn sich die Parteien untereinander darüber verständigen können, begrüße ich das sehr“, sagte Kellner mit Blick auf einen Nicht-Einsatz im Wahlkampf. „Jede Partei muss für sich selbst entscheiden, ob sie diese für sich verwendet oder nicht“, sagte Barley. Grundsätzlich spreche aber nichts dagegen, sich bei diesem Thema mit den anderen demokratischen Parteien auszutauschen und abzusprechen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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