CDU-Spitzenkandidat lehnt auch Zusammengehen mit Grünen ab
Rüttgers schließt große Koalition in NRW aus

Der nordrhein-westfälische CDU-Spitzenkandidat will im Falle eines Wahlsieges kein Bündnis mit der SPD eingehen. Auch mit den Grünen kann sich Rüttgers keine Koalition vorstellen.

HB BERLIN. Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat CDU-Spitzenkandidat Jürgen Rüttgers eine große Koalition ausgeschlossen. Ein Neuanfang gehe nicht mit denen, die das Land in die Sackgasse geführt hätten, sagte Rüttgers im Deutschlandfunk. Bündnisse zwischen CDU und SPD bezeichnete Rüttgers als «Stillstandskoalitionen».

Eine andere Politik, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Bildung, funktioniert nach Ansicht Rüttgers am besten mit der FDP. Auch eine Koalition mit den Grünen lehnte Rüttgers ab. Mit der Visa-Affäre hätten die Grünen Jobs vernichtet, weil Arbeitssuchende auch nach nach Nordrhein-Westfalen gekommen seien, sagte er.

«Ich selbst habe die Arbeiter gesehen, die sich da für drei Euro die Stunde am Straßenrand angeboten haben und den ganzen Tag gearbeitet haben», sagte er. Die Vorfälle müssten auch politische Konsequenzen haben.

Rüttgers warf den Grünen vor, sie kosteten nicht nur Arbeitsplätze, sondern trügen auch ein unrealistisches Gesellschaftsbild vor. Mit dem Ausbau von Windenergie seien keine neuen Jobs zu schaffen. «Ich will neue Jobs für Nordrhein-Westfalen, und die gibt es nicht mit den Grünen», erklärte er.

Meinungsumfragen zufolge haben CDU und FDP gute Chancen, die letzte rot-grüne Koalition auf Landesebene abzulösen.

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