CDU-Vize Christian Wulff
„Wir haben ein echtes Problem mit der SPD“

Kurz vor dem CDU-Parteitag in Hannover hat der stellvertretende Parteivorsitzende Christian Wulff die Sozialdemokraten als Koalitionspartner scharf angegriffen. „Wir haben ein echtes Problem mit der SPD“, sagte Wulff in einem Interview. SPD-Chef Kurt Beck könne sich nicht entscheiden, ob er „mitregieren oder gegen die eigene Regierung opponieren“ wolle.

HB BERLIN. Die Sozialdemokraten liefen den Themen der Linkspartei hinterher, erklärte Wulff der „Bild am Sonntag“. Es sei daher zu befürchten, dass die SPD trotz gegenteiliger Beteuerungen bereit sei, auf Bundesebene eine Koalition mit der Linkspartei einzugehen. „Ich traue den Brüdern nicht“, sagte Wulff. Die SPD müsse sich klar von der Linkspartei abgrenzen und sich von extremistischen Kräften distanzieren.

Inhaltlich sprach sich Wulff für weitere Reformen aus: „Wir müssen das Tempo der Modernisierung sogar noch erhöhen, weil der internationale Wettbewerb härter wird.“ Das erfordere große Anstrengungen. Es müsse nun Kurs gehalten werden.

Auf dem Parteitag in Hannover will die CDU am Montag und Dienstag ihre Koordinaten für die nächsten 15 bis 20 Jahre festlegen. Dafür soll ein neues Grundsatzprogramm verabschiedet werden, das dritte in der Geschichte der CDU.

In dem 77-seitigen Papier werden eine Lockerung des Kündigungsschutzes, der Einsatz der Bundeswehr im Inneren, ein Ausbau der Kinderbetreuung und mittelfristig auch das in der Partei umstrittene Betreuungsgeld für die Erziehung zu Hause gefordert.

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