CDU-Vorschlag
Kritik am Vorstoß für eine Großelternzeit

Die Suche nach Kita-Betreuungsplätzen bleibt in Deutschland schwierig. Doch der Vorstoß, im Interesse der Familien auch Großeltern für die Kindererziehung freizustellen, wird deutlichen kritisiert.
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BerlinDie von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) geplante Erziehungszeit auch für Großeltern findet auf Seiten der Arbeitgeber wenig Zustimmung. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, erwartet von einer solchen Maßnahme Nachteile für die Unternehmen.

Wenn künftig Eltern und Großeltern nicht nur gleichzeitig, sondern auch nach eigenen Wünschen bis zum 14. Lebensjahr des Kindes Eltern- beziehungsweise Großelternzeit nehmen könnten, „dann erschwert das die Personalplanung gerade in mittelständischen Betrieben doch sehr“, sagte Driftmann der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitag). Hilfreicher für Eltern und Unternehmen wäre es, „wenn endlich ausreichend Betreuungsplätze geschaffen würden“, sagte Driftmann.

Am Donnerstag war der Vorstoß Schröders im Detail bekannt geworden. Demnach sollen Großeltern zur Betreuung ihrer Enkel einen Anspruch auf Teil- oder Auszeit am Arbeitsplatz bekommen. Angedacht ist eine Freistellung von bis zu drei Jahren. Die Pläne orientieren sich an der bestehenden Elternzeit.

Die SPD kritisierte die Pläne als „unausgegoren“. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig fordert ebenso wie der DIHK einen verstärkten Ausbau von Kita-Plätzen. Die Tatsache, dass Großeltern sich bei der Kinderbetreuung einbringen, sei oft purer Notwendigkeit geschuldet. „Denn meistens mangelt es an Kitaplätzen, so dass die Eltern auf das familiäre Umfeld zurückgreifen müssen. Deswegen hat für uns der Betreuungsausbau absolute Priorität“, sagte Schwesig der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag).

Auch die FDP und die Grünen äußerten Bedenken. Die Initiative sei nicht abgestimmt. Finanzierbarkeit und bürokratischer Aufwand für die Arbeitgeber müssten zuvor geklärt werden, sagte die FDP-Familienpolitikerin Miriam Gruß der „Rheinischen Post“ (Freitag).

Bislang haben Großeltern nur dann einen Rechtsanspruch auf eine berufliche Auszeit zur Enkelbetreuung, wenn ihre noch minderjährige Tochter ein Kind bekommen hat und die junge Mutter ansonsten ihre Ausbildung abbrechen müsste.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Also, diese Kristina Schröder wirkt auf mich vollkommen unausgewogen und dämlich.
    Was hält die gute Frau denn davon, wenn man die Arbeitgeber mehr in die Pflicht nimmt?
    Frau soll arbeiten gehen, Kinder betreuen, den Haushalt führen und in allem immer einen Ganztagsjob erfüllen.
    Wieso werden nicht in den Betrieben geeignete Kitaplätze angeboten?
    Die Mütter/Eltern wären in der Nähe, die Kinder trotzdem gut betreut und der Arbeitgeber hätte in den Eltern problemlos zuverlässige Mitarbeiter am Arbeitsplatz.
    Das sollte Arbeitgebern in der heutigen Zeit doch wohl etwas Wert sein!
    Ich würde als Politiker darauf drängen, dass die Arbeitgeber dazu verpflichtet werden, Kitaplätze mit zu finanzieren.
    Und im Übrigen, wenn wir wirklich Kinder haben wollen, muss es die Politik auch möglich machen, nicht ständig nur zu den Rettungsschirmen in der EU gieren und Hunderte von Milliarden Euro an deutschen Steuergeldern rechtswidirg für fremde Interessen in der gesamten EU verschleudern, sondern endlich etwas Sinnvolees mit dem Steuergeld der Deutschen für die Deutschen anfangen!

  • Die Idee von Kristina Schröder ist aus verschiedenen Gründen einfach hirnrissig. Weder die Interessen von Unternehmen noch die Bedürfnisse von arbeitenden Großeltern werden hierbei sachgerecht berücksichtigt.

    Wer mehr Kita-plätze will, der soll bitte sehr mehr dafür zahlen. Mit steigenden Arbeitsentgelten und mit verbesserten Arbeitsbedingungen für die Betreuungskräfte werden sich recht schnell auch mehr Arbeitsplätze besetzen lassen. Dann müssen die Eltern eben mehr zahlen.

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