CDU-Vorsitzende geht hart mit Schröder ins Gericht
Merkel erzielt schlechtes Ergebnis

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel ist auf dem Bundesparteitag in Düsseldorf mit 88,4 Prozent der Stimmen als Parteichefin bestätigt worden. Sie blieb damit deutlich unter ihrem Ergebnis von 2002.

HB DÜSSELDORF. 839 Delegierte stimmten am Montag nach Parteiangaben für Merkel, 110 stimmten mit Nein, 15 enthielten sich. Vor zwei Jahren hatte Merkel 93,7 Prozent der Stimmen erreicht. Mehrere CDU-Spitzenpolitiker hatten vor der Wiederwahl in Düsseldorf erklärt, ein deutlicher Wahlerfolg werde Merkels Anspruch auf die Kanzlerkandidatur der Union bei der Bundestagswahl 2006 stärken. Offiziell wollen sich die Unionsspitzen aber erst Ende kommenden Jahres auf einen Kandidaten festlegen. CSU-Chef Edmund Stoiber, der bei der Bundestagswahl 2002 als Unions-Kandidat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) unterlegen war, soll am Dienstag sein Grußwort an die Delegierten richten.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hatte vor der Wahl mit großem Nachdruck zum Kampf gegen die rot-grüne Bundesregierung aufgerufen und ihr dramatische Versäumnisse vorgeworfen. Merkel sagte zum Auftakt des CDU-Bundesparteitags in Düsseldorf, Deutschland lebe nach sechs Jahren Rot-Grün von der Substanz.

Viele der dort getroffenen Entscheidungen seien hart, aber unverzichtbar gewesen, meinte Merkel auch mit Blick auf das Gesundheitsreformkonzept, auf das sich CDU und CSU nach langen Querelen verständigt hatten. Die SPD habe Wandel versprochen, aber nichts durchgesetzt. „Dort wo wir regieren, sind die Länder erfolgreicher.“ Mit großer Zuversicht äußerte sie sich vor den rund 1000 Delegierten über die Wahlaussichten der CDU bei den Landtagswahlen 2005 in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Deutschland sei nicht dazu verdammt, nur in der unteren Mittelklasse zu spielen. Der Bundesregierung fehle die Kraft, einen fundamentalen Politikwechsel in die Wege zu leiten. Merkel warf Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vor, dessen Interpretation von Patriotismus führe den Begriff ad absurdum. Schröders Erklärung, Patriotismus sei das, was er als Kanzler täglich tue, sei eine ausschließlich sozialdemokratische Auslegung.

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