CDU-Vorstellungen „noch ambitionierter"
Söder lobt SPD für Kombilohn

Die Union sieht sich durch die Vorschläge von Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) für einen Kombilohn zu Gunsten älterer Arbeitsloser bestätigt. Sie verlangt aber, den Ansatz noch auszubauen.

HB BERLIN. „Es ist positiv, dass jetzt auch die SPD den Kombilohn als wirksames Mittel gegen Langzeitarbeitslosigkeit betrachtet“, sagte CSU-Generalsekretär Markus Söder dem Handelsblatt. „Allerdings muss es auch für junge Arbeitslose eine gezielte Förderung geben."

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Ralf Brauksiepe (CDU), wertete Münteferings Vorschläge für einen Kombilohn als „bemerkenswert", nachdem sich die SPD ursprünglich gegen die Idee des Kombilohns gewehrt habe. „Unsere Vorstellungen sind aber noch ambitionierter", sagte Brauksiepe dem Handelsblatt. „Man sollte versuchen, mit dem Kombilohn eine deutlich sechsstellige Zahl von Menschen zu erreichen.“

Müntefering will seine Vorschläge für eine „Initiative 50plus" am Mittwoch dem Bundeskabinett vorstellen. Im Zentrum steht dabei ein Lohnzuschuss für über 50-Jährige Bezieher von Arbeitslosengeld I, die eine niedriger bezahlte Stelle annehmen. Zugleich soll die Beschäftigung älterer Langzeitarbeitsloser über einen Lohnkostenzuschuss für Betriebe gefördert werden. Nach den Erwartungen des Ministers könnten beide Fördermöglichkeiten jeweils 50 000 Arbeitslosen pro Jahr zu einem neuen Job verhelfen.

Einen Kombilohn für jüngere Arbeitslose sieht das Konzept bisher nicht vor. Allerdings hatte Müntefering in einem Interview mit dem Handelsblatt nicht ausgeschlossen, dass sich die Koalition im Herbst auch für diesen Personenkreis auf eine Förderung verständigen könnte.

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