CDU-Wirtschaftsexperte
„Ticket-Steuer bedroht Luftverkehrsstandort“

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Luftfahrtbranche stellt Forderungen an Verkehrsminister

Die deutsche Luftfahrt hatte erst kürzlich über zu große Lasten für die Fluglinien und die Flughäfen geklagt und den Staat um Hilfe gebeten. Die Branche sieht sich gebeutelt: Sei es durch eine deutsche Luftverkehrsteuer oder einen europäischen Emissionshandel - ganz zu schweigen von den Widerständen in der Bevölkerung gegen Flugzeuge und dem mit ihnen verbundenen Lärm.

Sie werde nicht mehr als Wachstumsmotor gesehen, der auch noch Arbeitsplätze schafft, klagte die Branche und stellte klar: Wenn es noch weitere Lasten gibt, dann sieht es düster aus.

In einem Brief an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) forderten daraufhin die Vize-Fraktionsvorsitzenden für Wirtschaft und Verkehr, Michael Fuchs und Arnold Vaatz von der CDU sowie Hubertus Heil und Sören Bartol von der SPD, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandortes Deutschland zu sichern.

Die Regierung müsse zügig ein nationales Luftverkehrskonzept vorlegen. Die Luftverkehrsteuer müsse ab 2016 schrittweise abgeschafft werden. Dies solle „aus zusätzlichen Steuereinnahmen“ finanziert werden.

Noch im Mai hatte die Bundesregierung die Luftverkehrsteuer vor dem Verfassungsgericht verteidigt.

Kommentare zu " CDU-Wirtschaftsexperte: „Ticket-Steuer bedroht Luftverkehrsstandort“"

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  • Demnächst gibt es bei uns wool auch noch eine Gehweg-Benutzungsteuer.
    Deutschland ist an Blödheit nichtz mehr zu überbieten.

  • @ Ton Munich,
    "Die "Lufverkerssteuer" ist nicht nur Kapitalvernichtung pur, sie vernichtet auch Infrastruktur."
    Genau das gleiche Argument wäre für die Besteuerung von Kraftstoff gegeben, zumal eine flexible Arbeitsstätte forciert wurde und immer noch wird.

  • Es ist schon lächerlich, was die "Umweltverbände" so schereiben.
    In Deutschland ist der Inlands- und insbesondere der Regionalverkehr zu kleineren Airports eingebrochen.
    Diverse Airlines sind pleite und die Politik auf Landesebene versucht die entsprechenden Fluhgäfen mit noch mehr Steuergeldern zu retten bzw. zu verkaufen.
    Die "Lufverkerssteuer" ist nicht nur Kapitalvernichtung pur, sie vernichtet auch Infrastruktur.
    Zumindest an den Großflughäfen finanziert sich der Luftverkehr nicht nur selbst, siehe Verkehrsträgeranalyse Infras/Fraunhofer Institut, er schafft massive Steuereinnahmen, Jobs und Wirtschaftswachstum. Regionale Airports werden b.a.w. auf Fördermittel, analog zum Eisenbahnverkehr, angewiesen sein um eben diese Regionen national u. international anzuschließen.

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