CDU-Wirtschaftsrat
Lauk beklagt Sprachlosigkeit zwischen Wirtschaft und Regierung

Der Präsident des CDU-Wirtschaftsrates beklagt die zunehmende Entfremdung zwischen Wirtschaft und Politik. „Die Sprachlosigkeit zwischen Politik und Wirtschaft hat zugenommen“, sagte Kurt Lauk dem Handelsblatt.
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BerlinDer Präsident des CDU-Wirtschaftsrates, Kurt Lauk, beklagt eine zunehmende Entfremdung zwischen Wirtschaft und Politik. „Die Sprachlosigkeit zwischen Politik und Wirtschaft hat in den letzten Jahren zugenommen“, sagte er dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Die großen Industrieunternehmen machten weltweit ihre Geschäfte und ließen die deutsche, teilweise industriefeindliche Politik hinter sich. Die Koalition schraube vieles wieder zurück, was umgesetzt worden sei.

Seine Partei warnt er davor, sich auf dem Aufschwung der deutschen Wirtschaft auszuruhen. „Das wirtschaftsfreundlichste Programm hat die CDU in der Opposition entwickelt“, kritisierte Lauk. Die Konsolidierung des Haushalts mit der „Schwarzen Null“ sei zwar ein Ausdruck der Verlässlichkeit.

„Wir dürfen aber hier nicht stehen bleiben“, sagte Lauk. Die Regierung spreche jetzt mit Bürgern über das „gute Leben“, was jenseits des Bruttoinlandsprodukts wichtig sei. „Da kann ich nur sagen: Nicht nur Kinder freuen sich über Seifenblasen“.

Am Mittwoch trifft sich Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel mit den Spitzen der deutschen Wirtschaftsverbände, um über den wirtschaftspolitischen Kurs der großen Koalition zu reden. Für Lauk nutzt eine Einladung wenig.

„Für mich zählen Ergebnisse.“ Ausdrücklich nannte er die Energiepolitik und die geplante CO2-Abgabe auf Braunkohle. „Wer aus der Kernkraft aussteigt, muss damit leben, dass Stein- und Braunkohle die Grundlast der Energieversorgung sicherstellen“.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent
Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

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