Chef der Jungen Union
Mißfelder sieht Linksruck der SPD als Chance

Die CDU will nach Darstellung der Jungen Union (JU) mit modernen Themen neue Wählerschichten ansprechen und sich so als Partei der Mitte profilieren. Unmittelbar vor der CDU -Klausur in Wiesbaden erklärte der JU-Bundesvorsitzende Philipp Mißfelder, die Partei habe den Linksruck in der SPD wahrgenommen.

HB KÖLN. Die Lücke, die es nun in der Mitte gebe, sollte man nutzen. "Aber das heißt nicht, dass wir die Stammwähler aus dem Blick lassen", betonte Mißfelder im WDR. Als Beispiel nannte er das Thema Familienpolitik, das traditionell der SPD zugeschrieben werde, nun aber von der Union besetzt sei. Wenn die Menschen an einen Minister im Kabinett dächten, falle ihnen als erstes Familienministerin Ursula von der Leyen ein. Das sei für die Union ein Riesengewinn. "Und den müssen wir auch versuchen, bei der nächsten Bundestagswahl in Stimmen umzumünzen", sagte Mißfelder.

Einem flächendeckenden Mindestlohn erteilte der Junge-Union -Vorsitzende eine Absage, weil dieser auf Dauer mehr Arbeitsplätze koste als schaffe. "An der Stimmung in der Bevölkerung kommt man natürlich trotzdem nicht vorbei, dass 80 Prozent der Menschen der Meinung sind, dass der Mindestlohn etwas Richtiges ist", sagte er.

Statt des Mindestlohns bevorzugt Mißfelder Kombilohn-Modelle. Seiner Ansicht nach gebe es in Deutschland einen Niedriglohn-Sektor, der auch bedient werden müsse. Wo die Menschen nicht von diesem Niedriglohn allein leben könnten, müsse man über die Etablierung von Kombilohn-Modellen diskutieren.

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