Chef der Nord-CDU
Christian von Boetticher gibt seine Ämter auf

Der Schleswig-Holsteinische Chef der CDU-Fraktion im Landtag und Spitzenkandidat für die Landtagswahl im kommenden Jahr, Christian von Boetticher, tritt noch heute von seinen führenden Ämtern zurück. Dies erfuhr das Handelsblatt aus der Fraktionsspitze. Hintergrund ist offenbar eine Liebesbeziehung zu einer sehr jungen Frau.
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Berlin/KielDer Chef der CDU-Fraktion im Kieler Landtag und Spitzenkandidat für die Landtagswahl im kommenden Jahr, Boetticher, wird nach Informationen des Handelsblatts aus dessen engem Umfeld heute vor dem Landesvorstand eine Erklärung abgeben und „wahrscheinlich“ von seinen Ämtern zurücktreten. Dies hänge noch davon ab, wie die Parteiführung auf die Vorwürfe reagiere.

Wie das Handelsblatt weiter erfuhr, werde dann der Fraktionsvorstand in einer Woche einen neuen Vorsitzenden wählen. Kommende Woche Donnerstag tagt regulär der Landesvorstand. Dort könne sich die Union bereits auf einen neuen Spitzenkandidaten verständigen, hieß es. Im Gespräch seien Wirtschaftsminister Jost de Jager sowie die Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing und Johann Wadepuhl.

Der Spitzenkandidat der SPD in Schleswig-Holstein, Torsten Albig, will aus dem Skandal um die angebliche Liebesbeziehung des CDU-Spitzenkandidaten Christian von Boetticher zu einer 16-Jährigen keinen politischen Vorteil ziehen. „Mir steht es nicht zu, das Privatleben von Herrn Boetticher zu beurteilen“, sagte Albig dem Handelsblatt. „Uns als SPD geht es darum, die nächste Landtagswahl zu gewinnen. Wir gewinnen, wenn wir uns gut aufstellen.“

Die Landtagswahl steht im kommenden Mai an. Hintergrund ist offenbar ein inzwischen beendetes Verhältnis des 40-Jährigen: „Es geht um eine frühere Liebesbeziehung mit einer damals 16-Jährigen“, sagte ein persönlicher Berater von Boettichers am Sonntag der dpa. Die Beziehung sei „weit vor der Nominierung zum Spitzenkandidaten“ beendet gewesen. „Es liegen keine Rechtsverstöße vor“, betonte er.

Vertraute des CDU-Politikers hätten laut Bild am Sonntag angegeben, ihm sei vollkommen klar, dass die damalige Beziehung Erpressungs- und Bedrohungspotenzial gegen ihn und seine Partei berge. Von Boetticher wolle in der Vorstandssitzung geltend machen, dass er aus Liebe gehandelt und nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen habe.

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  • "Aber so ganz verstehe ich da etwas nicht. Strafbar war das eindeutig nicht und wäre er selbst z. B. ein 22-jähriger Mann wäre es wohl auch "moralisch" in Ordnung gewesen, oder? Ab welchem Alter des Mannes wird es moralisch verwerflich etwas mit einer 16-jährigen anzufangen und wer bestimmt das? Vielleicht der Club der einsamen alten Jungfern. Wäre das dann nicht schon Altersdiskriminierung?
    Ich bin schlicht ratlos !" Ironie aus

  • Erfreulich, dass er gezwungen war, sich öffentlich zu outen als das, was er ist: ein zu verantwortlichem Handeln unfähiger männlicher Mensch.
    Erstaunlich, dass er ohne diese Eigenschaft so weit aufsteigen konnte und von seinem Vogesetzten getragen wurde.
    "Es war Liebe" - schnief!

  • Sie scheinen ihn persönlich zu keennen, denn Sie haben völlig recht: Er isst eine Memme. Einer, der sich an erwachsene, gestandene Frauen nicht ran traut. Gestandene Frauen lassen sich mit so einem auch selten ein ....

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