Christdemokraten profitieren von Reformkrise in der SPD
Union liegt jetzt bei 50 Prozent

Die Union hat nach einer aktuellen Umfrage jetzt die absolute Mehrheit im Visier. Die Christdemokraten profitieren zunehmend von der Reformkrise der Sozialdemokraten.

HB HAMBURG. 50 % würden derzeit bei einer Bundestagswahl CDU/CSU wählen, ermittelte das Meinungsforschungs-Institut Forsa im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL.

Im Vergleich zur Vorwoche kann die Union damit 3 Prozentpunkte zulegen. Die SPD stürzt dagegen um weitere zwei Punkte auf 26 % ab - das ist der tiefste Stand in diesem Jahr. Die Grünen gewinnen mit 12 % leicht hinzu (plus 1), die Liberalen verlieren 1 Punkt und liegen nun bei 6 % der Stimmen. Die PDS erhält 3 %, die sonstigen Parteien ebenfalls.

Auch CDU-Chefin Angela Merkel profitiert vom Aufwind für die Union. Erstmals seit Februar liegt sie in der Wählergunst nur noch knapp hinter Kanzler Gerhard Schröder (SPD). Forsa ermittelte, dass 39 % Merkel direkt zur Kanzlerin wählen würden - sechs Punkte mehr als in der Vorwoche. Damit liegt die CDU-Vorsitzende nur noch 1 Punkt hinter Schröder (minus 1 auf 40 %).

68 Prozent trauen Rot-Grün Reform-Verwirklichung nicht zu

Eine klare Mehrheit der Bundesbürger traut der rot-grünen Regierung die Verwirklichung ihrer Reformprojekte bis zum Ende der Legislaturperiode 2006 nicht zu. Nach einer Forsa-Umfrage des Magazins „Stern“ bezweifeln 68 %, dass die Bundesregierung ihre Pläne durchsetzen wird, nur 27 % halten dies für möglich. 5 % antworteten mit „weiß nicht“.

Dennoch findet die häufig von der Union geäußerte Forderung nach Neuwahlen bei einem Großteil der Befragten keine Unterstützung. Nur 21 % meinten, Neuwahlen könnten die Bewältigung der Probleme in Deutschland erleichtern. 76 % der Befragten stimmten dagegen. 3 % wussten sich nicht zu entscheiden.

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