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Christian Lindner: „Soziale Marktwirtschaft soll ins Grundgesetz“

Christian Lindner garniert sein Comeback mit starken Forderung: Die soziale Marktwirtschaft soll im Grundgesetz festgeschrieben werden. Unter Topmanagern wird Lindner bereits wieder als potenzieller Parteichef gehandelt.

Der ehemahlige FDP-Generalsekretär Christian Lindner. Quelle: dpa
Der ehemahlige FDP-Generalsekretär Christian Lindner. Quelle: dpa

BerlinEx-FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat vorgeschlagen, die soziale Marktwirtschaft im Grundgesetz festzuschreiben. Das Gesellschaftsmodell sei seit Jahrzehnten Garant für Stabilität und Wohlstand in Deutschland. „Wir müssen die soziale Marktwirtschaft offensiv verteidigen“, sagte Lindner am Dienstagabend in Berlin bei einer Tagung der Stiftung Marktwirtschaft zur Rolle des Staates. Es war der erste größere Auftritt des FDP-Politikers in der Hauptstadt seit seinem überraschenden Rücktritt Mitte Dezember.

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Lindner ist unverändert populär. Am Dienstagnachmittag sollte er seinen ersten größeren Auftritt in der Hauptstadt seit dem Rücktritt haben und über die Zukunft des Liberalismus reden. Zu der Tagung „Weiß Vater Staat wirklich alles besser“ der Stiftung Marktwirtschaft meldeten sich fast 500 Gäste an. In einer „Handelsblatt“-Umfrage sagten kürzlich Topmanager, für sie sei Lindner neben FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle ein potenzieller Parteichef.

Ex-FDP-Generalsekretär Liberaler Vordenker im Standby-Modus

Der Ex-Generalsekretär hat seinen Job als forschungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion angetreten. Dabei bleibt Christian Lindner unverändert populär. Die Rückkehr an die Parteispitze ist nur eine Frage der Zeit.

Ex-FDP-Generalsekretär: Liberaler Vordenker im Standby-Modus

Bundesumweltminister Norbert Röttgen forderte eine neue politische Ordnung in Europa. Die Euro-Schuldenkrise habe eklatante Schwächen offengelegt. Wenn die Europäische Union (EU) in wichtigen Politikfeldern künftig nicht mit einer Stimme spreche, würden die europäischen Staaten absehbar weltweit bedeutungslos, meinte der stellvertretende CDU-Vorsitzende.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles pochte auf eine strenge Regulierung der Finanzmärkte. Sie kritisierte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei bei der Einführung einer Steuer auf Finanzgeschäfte in Europa eine „lahme Ente“: Merkel könne zwar Schuldenbremsen und strengere Euro-Regeln durchsetzen, komme bei der Finanztransaktionssteuer aber immer wieder mit leeren Händen nach Hause.

  • 04.03.2012, 12:29 UhrZauberlehrling

    Soziale Marktwirtschaft, die unsere Politiker aller Parteien seit 1968 systematisch immer mehr demontieren, ist das genaue Gegenteil von ungezügeltem Kapitalismus. Würden Fußballspiele vergleichbar unserer völlig pervertierten MW im freestyle durchgeführt, dann gäbe es bei jedem Spiel wahrscheinlich mindestens elf Tote. Genauere Info gibt beispielsweise Erhards "Wohlstand für alle" (bitte ganz lesen)oder Hayecks "Weg zur Knechtschaft",den wir leider längst eingeschlagen haben. Weg mit Lobbyismus, Ämterpatronage, massenhafter Misswirtschaft der Politiker in die eigene Tasche unter dem Mäntelchen einer sog. Sozialen Gerechtigkeit und vieles mehr, was Sozialismus zwangsläufig schafft! Sozialismus funktioniert nur, wenn man den Lieben Gott als Kanzler gewinnt und Himmlische Heerscharen für Parlamente und Verwaltung. Soz. Marktwirtschaft schafft mit Abstand die wenigsten negativen Folgen, weil sie bei den vor 1968 gültigen Spielregeln unsere Motive des Haben-Wollens in Bahnen lenkt, die allen nützen. Weil dies seit Jahrzehnten immer weniger Bürger verstehen, pervertieren unsere Politiker die soz.Marktwirtschaft in ein ständig zunehmendes gegenseitiges Beklauen und Missgönnen. Gewinner sind nicht die normalen, fleißigen, kooperativen Bürger sondern die Moralapostel. Die Ehrlichen sind die Dummen!

  • 09.02.2012, 12:16 UhrAnonymer Benutzer: debrasseur

    Solange wie die Seilschaften von "Guidoh" die Beifallsstürme in der fdp kanalisieren, wird es selbst Lindner nicht gelingen, den Vormann gänzlich zur Seite zu stellen. Entweder steht der vorne oder hinten an. Seitwärts, das sollte Lindner wissen, geht nicht mit ihm. Die Pille hat selbst Rösler schlucken müssen. An der Stellschraube der fdp hantiert immer noch jemand, der zurückgetreten wurde.

  • 08.02.2012, 16:53 UhrAnonymer Benutzer: MaWo

    @ margrit117888,
    richtig.
    Deswegen sollten auch vier Jahrte Zeit bleiben. Ansonsten müssten die Vertreter des Volkes für das Volk abstimmen. Das würde ich nach den gemachten Erfahrungen mit der Mehrheit der Volkstretern aber nicht wollen.
    Im übrigen; bei uns wird eine funktionierende Nachbarschaft mit politischen Wollen derzeit vernichtet.

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