Christian Wulff
„VW soll 2018 Nummer eins weltweit sein“

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sitzt für sein Land im Aufsichtsrat von Volkswagen. Im Interview spricht er unter anderem über die Konsequenzen aus der Fusion mit Porsche für Niedersachsen, den angestrebten Anteil Katars und die Folgen für den Dax.
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Herr Ministerpräsident, Kleinaktionäre proben gegen die Fusion VWs mit Porsche den Aufstand. Sie beklagen mangelnde Transparenz beim Kaufpreis und sind auch gegen die Festschreibung weiterer Rechte des Landes Niedersachsen. Sind diese Einwände berechtigt?

Mit den Beschlüssen dieser Hauptversammlung wird sich der gesamte integrierte Automobilkonzern wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren: die Entwicklung der umweltfreundlichsten und produktivst-produzierten Fahrzeuge der Welt. Ich habe selten erlebt, dass Kaufpreise so umfassend kontrolliert wurden. Die Dinge laufen sauber und unter Vermeidung jeglicher Interessenskollisionen. Uns alle verbindet ein gemeinsames Ziel, das erklärte Ziel von Volkswagen, 2018 Nummer eins weltweit zu sein. Dafür wurden in den vergangenen Monaten viele richtige Entscheidungen getroffen.

Was ist mit den Sonderrechten Niedersachsens, die schon die europäische Kommission auf den Plan gerufen haben?

Die Rechte Niedersachsens - die Entsenderechte des Landes und die qualifizierte Sperrminorität - entsprechen den Regelungen und Möglichkeiten des deutschen Aktienrechts. Darauf kommt es an. Das Aktienrecht ist nicht europäisch harmonisiert.

Wie verändert sich der Anteil Niedersachsens an VW durch die Fusion?

Nach heutigen vagen Einschätzungen würde sich der Anteil Niedersachsens im Rahmen eines Downstream-Mergers leicht erhöhen auf rund 22 bis 23 Prozent. Langfristig soll der Anteil Niedersachsens aber 20 Prozent plus eine Aktie sein. Damit hat man in der Zukunft neue Möglichkeiten für Aktienoptionsprogramme.

Und Katar erhöht seinen Anteil noch vor Weihnachten auf 17 Prozent?

Wir sehen, dass Katar hier mit sieben Prozent auf der Hauptversammlung ist, dass aber weitere neun Prozent kurzfristig an Katar gehen. Wir richten uns auf Katar als 17-Prozent-Aktionär ein. Langfristig dürfte Katar 20 Prozent minus eine Aktie anstreben.

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Kommentare zu " Christian Wulff: „VW soll 2018 Nummer eins weltweit sein“"

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  • Das hat er jetzt schon zum x-ten Male gepredigt, das mit der nummer 1. Na, man könnte es fast wünschen, daß der hochgejubelten nummer 1 in den nächsten Jahren ein paar Knüppel zwischen die beine fliegen. VW wird sehr schnell in die roten Zahlen gehen, wenn die Nachfrage nächstes Jahr einbricht. Vielleicht muß Wulff dann Staatsgarantien andienen, wer weiß. Es ist noch nicht aller tage abend, und die Wirkung der Abwrack-subvention wird bald auslaufen. VW war der Haupt-Nutznießer dieser subvention. Das paßt wohl nicht so recht zum Nr.1-Geplapper des Herrn Wulff. Wahre Sieger brauchen keine Subventionen, meine ich.Wenn das "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" durchgeht, dann wird alles gut ! Zuerst das, und dann werden wir einsparen. Nachdem die klientel erstmal was bekommen hat, wird dann bei allen gespart. Das ist das system schwarzgelb, das , wie ich hoffe, im bundesrat Schiffbruch erleiden wird. Die Frage ist, ob sich die Ministerpräsidenten von Wulff und co. werden ködern lassen. Sollte dies nicht der Fall sein, wird wulff wohl schnell seine gute Laune verlieren. Er will sich hier als der große wirtschaftslenker präsentieren. Wart es erstmal ab, würde ich sagen. Es sind schon andere Gernegroße auf die Nase gefallen. in ein paar monaten kann sich vieles ändern. Das ist auch gut, denn Leute wie Wulff brauchen scheinbar sehr dringend ein paar Dämpfer, damit ihnen die großen Sprüche vergehen.

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