Deutschland
Chronik: Planung und Bau des Holocaust-Mahnmals

Der Bau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas nach dem Entwurf des Architekten Peter Eisenman geht auf einen Beschluss des Bundestags von 1999 zurück. Nachfolgend eine Chronik von der ersten Idee für das Mahnmal bis zu seiner Fertigstellung:

- August 1988: Die Publizistin Lea Rosh und der Historiker Eberhard Jäckel geben den Anstoß für den Bau eines zentralen Mahnmals für die Juden, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945 ermordet wurden.

- November 1992: Für das Mahnmal wird ein Grundstück ausgewählt. Die Gedenkstätte soll in der Nähe des Brandenburger Tors entstehen, vor dem bis 1989 die Mauer zwischen Ost- und West-Berlin verlief.

- September 1993: Bundeskanzler Helmut Kohl schaltet sich in die Debatte ein und stellt sich hinter die Mahnmals-Idee.

- April 1994: Für die Gestaltung der Gedenkstätte wird ein Architektur-Wettbewerb ausgeschrieben.

- Juni 1995: Die Bundesregierung, das Land Berlin und die Denkmals-Stiftung einigen sich auf einen von Anfang an umstrittenen Entwurf: Es soll eine gut 20 000 Quadratmeter große Betonplatte entstehen, in die die Namen aller ermordeten Juden eingraviert werden sollen. Kohl lehnt den Entwurf ab und fordert eine neue Debatte.

- Juli 1997: Ein zweiter Wettbewerb wird ausgeschrieben.

- November 1997: Die Jury entscheidet sich für vier Finalisten. Schließlich setzen sich der Bildhauer Richard Serra und der Architekt Peter Eisenman aus den USA mit dem „Feld des Erinnerns“ durch, das aus 4000 Betonstelen bestehen soll.

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