Chronologie
Hintergrund: Der Fall Daschner

Knapp 17 Monate nach dem Mord an dem entführten Schüler Jakob von Metzler ist gegen den Frankfurter Vize- Polizeipräsidenten Wolfgang Daschner erhoben worden. Der Beamte hatte angeordnet, dem Verdächtigen Magnus Gäfgen Gewalt anzudrohen, um das Versteck der Geisel zu erfahren.

HB FRANKFURT/MAIN. Wir dokumentieren die Chronologie der Ereignisse:

27.9.2002: Auf dem Schulweg wird der elf Jahre alte Jakob von Metzler von dem Jura-Studenten Magnus Gäfgen entführt. Dieser erstickt den Sechstklässler und versteckt die Leiche in einem See.

29.9.2002: Die Familie zahlt eine Million Euro Lösegeld. Die Polizei beobachtet Gäfgen bei der nächtlichen Geldübergabe und lässt ihn fortan nicht mehr aus den Augen. 30.9 2002: Gäfgen macht noch immer keine Anstalten, seine Geisel zu versorgen und damit die Beamten zum Versteck zu führen. Gemeinsam mit seiner 16 Jahre alten Freundin wird er am Frankfurter Flughafen festgenommen.

1.10 2002: Beim nächtlichen Verhör gibt Gäfgen ein falsches Geiselversteck an. Als ihm Polizei-Vizepräsident Daschner am Morgen Schmerzen androhen lässt, nennt Gäfgen das wahre Versteck des bereits toten Kindes. Daschner informiert die Staatsanwaltschaft über sein Vorgehen.

27.1.2003: Die Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen Daschner und den Vernehmungsbeamten wegen Verdachts der Aussageerpressung ein.

28.7.2003: Das Landgericht verurteilt Gäfgen wegen Mordes zu lebenslanger Haft und erkennt eine besonders schwere Schuld.

20.2.2004: Die Staatsanwaltschaft klagt Daschner und den Vernehmungsbeamten an. Der Vorwurf gegen Daschner lautet Verleitung zur schweren Nötigung.

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