Claus Eilrich unter Druck
IG Metall stoppt umstrittenes Flugblatt

Die IG-Metall-Führung hat die Auslieferung eines umstrittenen Flugblatts über den Personalwechsel an der Gewerkschaftsspitze gestoppt. Eine Gewerkschaftssprecherin bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN.Das Magazin zitiert in seiner neuesten Ausgabe eine interne Mitteilung des kommissarischen IG-Metall-Vorsitzenden Jürgen Peters, wonach in dem Flugblatt „geschmacklos“ über Ex-Chef Klaus Zwickel berichtet werde.

„Über den Inhalt gab es Kritik“, sagte die Sprecherin. Für die Extra-Ausgabe der Mitgliederinformation „In eigener Sache“ sei der Chefredakteur und Gewerkschaftssprecher Claus Eilrich verantwortlich. Wie der „Spiegel“ schreibt, drohten ihm nun berufliche Konsequenzen. Eilrich wollte sich auf dpa-Anfrage nicht zu dem Bericht des Nachrichtenmagazins äußern.

In dem Flugblatt-Artikel über Zwickels Rücktritt steht unter anderem, dass der ehemalige Vorsitzende „nicht immer erfolgreiche und auch nicht unumstrittene Initiativen“ gestartet habe. Er sei durch die Mannesmann-Affäre 2001 „persönlich angeschlagen“, ihm drohe möglicherweise ein Verfahren wegen Untreue. Nach dem Bericht des „Spiegel“ distanzieren sich Peters und der IG-Metall-Finanzchef Bertin Eichler von dem Text. Unangenehm aufgefallen sei auch die Formulierung in einer Überschrift, die Personaldebatte sei „vorerst beendet“.

Nach Angaben der Gewerkschaft sind über zwei Mill. Exemplare des Blattes gedruckt worden. Wie der „Spiegel“ berichtet, wurden 400 000 nicht mehr ausgeliefert.

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