Clement fordert Freigabe
Debatte über Stammzellen-Forschung neu entfacht

Auf Zurückhaltung stieß am Donnerstag ein Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) beim Forschungsministerium. Er hat gefordert, die Stammzellen-Forschung in Deutschland unbegrenzt zuzulassen.

HB BERLIN. Stammzellen-Forschung in Deutschland müsse unbegrenzt möglich sein, sagte Clement in der Haushaltsdebatte des Bundestags am Donnerstag. Man werde Forschung in der Bio- und Gentechnologie nur haben, wenn man in Deutschland auch die Chance zur Anwendung der Ergebnisse habe. Ein Sprecher des Forschungsministeriums sagte, im Stammzellen-Bereich werde derzeit erst Grundlagenforschung betrieben, für die die geltenden gesetzlichen Regeln ausreichten. Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) erklärte, mittelfristig seien Gesetzesänderungen nötig, derzeit aber seien embryonale Stammzellen für die Industrie noch kein Thema. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft kritisierte die gesetzlichen Regelungen als zu eng.

„Die Bremsen müssen auch weg, wo es in Deutschland um Forschung, Entwicklung und auch um die Anwendung der Ergebnisse der Forschung in Deutschland geht“, sagte Clement. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte in der Vergangenheit wiederholt seine Bereitschaft für eine erneute Debatte über die gesetzlichen Grenzen der Gentechnik-Forschung bekundet.

Der Sprecher des Forschungsministeriums sagte, erst wenn sich die Forschung mit der Anwendung für konkrete Krankheitstherapien beschäftige, könne über die gesetzlichen Grundlagen debattiert werden. „Derzeit liegt das nicht an.“

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