
HB BERLIN. Alle jungen Arbeitslosen sollen künftig innerhalb von sechs Wochen ein verpflichtendes Angebot für einen Arbeits- oder Fortbildungplatz von ihrem Jobcenter bekommen. Bei Kindern aus Hartz- IV-Familien sollen Verdienste aus Ferienjobs bis zu 1200 Euro künftig nicht mehr auf die staatlichen Leistungen ihrer Eltern angerechnet werden. Diese Vereinbarungen der schwarz-gelben Koalition werden voraussichtlich an diesem Mittwoch im Kabinett beraten.
„Ich will, dass für jeden Jugendlichen, der Hartz IV beantragt, innerhalb von sechs Wochen eine Lösung gefunden wird“, sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der „Welt am Sonntag“. „Entweder wird der Schul- oder Berufsschulabschluss nachgeholt, oder es gibt einen Arbeitsplatz oder große Probleme wie Sucht werden konsequent angegangen.“
Dazu solle jedem Jugendlichen ein Ansprechpartner oder „Coach“ zur Seite gestellt werden, „der ihn beim schwierigen Übergang von der Schule in die Ausbildung bis in den Beruf hinein an die Hand nimmt“, sagte die Ministerin. Der Coach „kennt sich aus im System, er macht Mut und sorgt auch dafür, dass der Jugendliche pünktlich im Betrieb oder der Schule erscheint“, sagte von der Leyen.
FDP-Chef Guido Westerwelle sagte der „Bild am Sonntag“: „Wir machen mit dem Prinzip von Fördern und Fordern endlich ernst.“ Er fügte hinzu: „Diesem Angebot muss der junge Hartz-IV-Empfänger nachkommen, sonst werden ihm nach geltender Rechtslage die Hilfsleistungen gekürzt.“
Die Vereinbarung war am Freitagabend in einer Runde im Kanzleramt getroffen worden, bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) per Telefon aus Lissabon zugeschaltet war. Die Regelungen sind Bestandteil eines Maßnahmenbündels, das mit Blick auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen angekündigt worden war.
Darin enthalten sind auch die Erleichterungen für den verlängerten Bezug von Kurzarbeitergeld sowie das geplante nationale Stipendienprogramm für Studenten und Verbesserungen beim BAFöG sowie ein Förderplan für die Forschung zu Solartechnik. Auch einzelne Sonderregelungen für Arbeitslose über 50 Jahre sollen verlängert werden.
Kanzleramtsminister Ronald Pofalla sagte dem „Tagesspiegel“: „Alle Maßnahmen folgen dem Leitgedanken: Arbeitsplätze sichern und Bildung und Forschung stärken.“ Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) erklärte: „Ich erwarte von diesen Instrumenten, dass eine erfolgreiche Lebensplanung junger Menschen erleichtert und zukünftige Arbeitslosigkeit verhindert wird.
@ Hans (16)
„ich versuche nur zu vermitteln, dass ihre Ansichten nicht mehr zeitgenmäß sind................ ich habe geschrieben, dass dieses Wissen -all die gelernte Theorie- nie so zur Anwendung kommt und es völlig sinnlos ist.“
Das ist ein Widerspruch insich.
Wir müssen wieder zurück zu den Wurzeln, denn wir haben uns zu schnell und ohne Überlegung sog. internationalen Standards angepaßt. Niemand hat wirklich hinterfragt, welchen Sinn es z.b. in den 1970er Jahren hatte, daß ein ing. grad. auf einmal Dipl.ing. FH heißen mußte. Wir haben uns Studiengänge aufzwingen lassen, die in den angelsächsischen Ländern sicher erfolgreich für die dort lebenden sind, aber nicht der Mentalität der Europäer entsprechen. Dies ist ein Grund, weshalb einige Unis in D den richtigen Diplomingenieur wieder einführen werden, ausdrücklich gegen den politischen Willen. Wir haben uns in D/EU übereifrig Standards unterworfen die genau das verhindern, nachhaltiges lernen. Daran krankt ein großer Teil der heutigen Schul- und Universitätsbildung. Es soll alles schnell gehen, ohne Tiefgang. Dabei kommen dann solche ingenieure heraus, wie ich sie in (14) beschrieben habe. Und nicht nur solche ingenieure, dieses System hat bis in die Schulen durchgeschlagen und zu dem heute dort etablierten Verblödungsprozess geführt. Diese Schüler werden nie innovativ sein, weil man ihnen rechtzeitig das selbständige Denken abgewöhnt hat. Solche Schüler sind unbequem.
„.........aber ich habe doch geschrieben, dass Neueinstellungen von jungen Facharbeitern nie mehr die Gehälter der heutigen erfahrenen Facharbeiter erreichen werden.“
Kann es sein, daß Sie hier zwei Sachverhalte miteinander vermischen? Ein Facharbeiter ist ein Arbeiter, der sein Fach versteht weil er es gelernt hat. Ein Praktikant, der ein paar Wochen lang in einer Firma ein Praktikum absolviert, hat weder Ahnung von dem was er gemacht hat, noch Ahnung von dem betrieb in dem er sein Praktikum absolvierte. Solche Leute leiten nach ihrem Studium nicht selten Abteilungen und fahren diese an die Wand. Es ist heute leider so, daß eine fundierte Ausbildung in einem beruf genau von den Leuten keine Wertschätzung erfährt, die nie eine fundierte Ausbildung durchlaufen haben. Sie setzen einen gelernten Handwerker/Facharbeiter mit einem Heimwerker gleich, ein fataler Trugschluß.
Das sich das Lohn- und Gehaltsgefüge ändert, ist nicht Gegenstand der Kritik. Es ist, ebenso wie die Leiharbeit, Auswuchs angelsächsischer Führungskultur in der Traditionsunternehmen mit Facharbeitern keinen Platz haben und nur der schnelle Gewinn zählt. Ein Leiharbeiter erledigt völlig emotionslos gegenüber der Firma die Arbeit, für die er ausgeliehen wurde, mehr nicht. Es besteht keinerlei bindung zu dieser Firma und so sind dann auch die Ergebnisse. Denn derjenige, dem keine Wertschätzung widerfährt, arbeitet auch so. Dies erschließt sich zu vielen studierten Damen und Herren nicht, sie werden nie begreifen welchen Wert ein in der eigenen Firma ausgebildeter und beschäftigter Facharbeiter darstellt, weil sie selbst im Regelfall nur auf der Durchreise in dieser Firma sind.
Yahel, danke für die Aufklärung, dies waren meine Gedanken, was sie ansprechen kann ich hundertprozentig unterschreiben,
Danke
Falls ihnen allen das entgangen sein sollte, stelle ich mich keineswegs hinter der jüngeren Generation. ich versuche nur zu vermitteln, dass ihre Ansichten nicht mehr zeitgenmäß sind.
Wenn Sie meinen Ausführungen gefolgt wären, dann wäre ihnen auch aufgefallen, dass ich diese Form von Studium kritisiere, und zwar auf das schärfste.
ich habe geschrieben, dass dieses Wissen -all die gelernte Theorie- nie so zur Anwendung kommt und es völlig sinnlos ist.
Und ich habe jawohl gesagt, dass die alten Studiengänge nicht schlechter waren als die heutigen, was ich ja versucht habe zu vermitteln mit dem bWL-Lehrbuch von 1990, wo alles drin steht was man braucht besser, einfacher und verständlicher formuliert.
Und deswegen geben Sie mir ja auch Recht bzw. ich gebe ihnen jetzt hier eben Recht. Die jüngere Generation sind reine Theoretiker. Sie können in Wirklichkeit nichts, wenn sie aus dem Studium kommen. Man muss mit ihnen wieder von vorne beginnen, wenn man sie einarbeiten möchte. Und das macht mehr Arbeit als einfach einen erfahrenen einzustellen. Keine Frage.
Dennoch ist der Facharbeiter nicht mehr wert, nur weil er Erfahrungen gesammelt hat. Lesen Sie einfach nochmal meinen beitrag durch. Vielleicht geht das nicht ersichtlich hervor, aber ich habe doch geschrieben, dass Neueinstellungen von jungen Facharbeitern nie mehr die Gehälter der heutigen erfahrenen Facharbeiter erreichen werden. Und so ist es auch. Damit meine ich, wenn Sie als Facharbeiter 10 Jahre berufserfahrung haben, und die heutige junge Generation in 10 Jahren auch diese Erfahrung hat -damit das überhaupt vergleichbar wird- dann wird die heutige junge Generation nicht mal annähernd das Gehalt von dem heutigen Facharbeiter erreicht haben. Wahrscheinlicher ist wohl, dass er Leiharbeiter sein wird.
Und ich bin weder beamter, noch ing.
Aufmerksam lesen und Sie hätten herausgefunden, dass ich vom beruf her Controller bin.
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