Copy-and-Paste-Affäre Guttenberg-Rücktritt „Riesenblamage“ für Merkel

Karl-Theodor zu Guttenberg hat das Amt des Verteidigungsministers niedergelegt. „Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens“, sagte er. Die Opposition sieht darin eine herbe Niederlage für die Kanzlerin.
Update: 01.03.2011 - 12:49 Uhr 88 Kommentare
Karl-Theodor zu Guttenberg tritt zurück Quelle: dpa

Guttenberg zieht die Konsequenzen aus Plagiats-Affäre.

(Foto: dpa)

BerlinVerteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat am Dienstag seinen Rücktritt von seinen politischen Ämtern erklärt. Er habe Kanzlerin Angela Merkel darüber informier, sagte der CSU-Politiker. Er könne es nicht mehr verantworten, dass die Plagiats-Affäre auf dem Rücken der Bundeswehrsoldaten ausgetragen werde, begründete der Minister seinen Schritt. „Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens.“ Die öffentliche und mediale Betrachtung drehe sich nur noch um die Person Guttenberg und die Dissertation. Der Tod und die Verwundung von Soldaten rückten in den Hintergrund. Dies sei eine „dramatische Verschiebung“. Für das fordernde Amt des Verteidigungsministers brauche man ungeteilte Konzentration und fehlerfreie Arbeit. Er habe die größte Reform in der Geschichte der Bundeswehr angestoßen, betonte Guttenberg.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich zunächst nicht zum Rücktritt ihres Ministers. Merkel beendete am Dienstagmorgen plangemäß ihren Besuch auf der Computermesse Cebit in Hannover, ohne die Entscheidung zu kommentieren. Anschließend machte sie sich auf den Rückweg nach Berlin. Die Kritik an dem 39-Jährigen Guttenberg war in den vergangenen Tagen auch aus den eigenen Reihen immer größer geworden. Auch gegen Merkel richteten sich kritischen Stimmen.

Guttenberg machte deutlich, dass er sich mit seinem Rücktritt schwer getan habe. Dies sei „unbefriedigend, aber allzu menschlich“. Man gebe nicht leicht ein Amt auf, „an dem das Herzblut hängt“. Nun ziehe er aber die Konsequenz, die er auch von anderen verlangt habe. Er stehe zu seinen Schwächen und Fehlern. Es sei eine Frage des Anstandes gewesen, zunächst die drei in Afghanistan gestorbenen Soldaten zu Grabe zu tragen. Er werde sich an der Aufklärung der Vorwürfe gegen ihn in Zusammenhang mit seiner Doktorarbeit beteiligen.

Guttenberg tritt von allen Ämtern zurück

Guttenberg dankte Merkel für die Unterstützung in den vergangenen Tagen. „Ich war immer bereit zu kämpfen. Aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.“ Die mediale Betrachtung seiner Person und die Qualität der Auseinandersetzung sei nicht ohne Auswirkung auf ihn und seine Familie geblieben. Die Mechanismen könnten zerstörerisch sein. Er erwarte aber kein Mitleid.


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88 Kommentare zu "Copy-and-Paste-Affäre: Guttenberg-Rücktritt „Riesenblamage“ für Merkel"

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  • Auf den Punkt gebracht: ist nur peinlich wie maximal Mittelmaß in DE als Hoffnungsträger dargestellt wird.

    Das muß einem zu denken geben.

  • Die deutsche Aristokratie hat die Arbeiter und vor allem DIE ARBEITER - im 1. Weltkrieg abschlachten lassen und das ganze aus sicherer Entfernung beobachtet, so sieht das aus.

    Mit Geschichet haben Sie es aber nicht so.

  • Das waren und sind keine Selbstreinigungskräfte, das ist der rein Selbsterhaltungstrieb. Wäre es anders, CDU/CSU hätten Guttenberg schon vor einer Woche zum Rücktritt gedrängt. Man wollte es aussitzen. Aber dann wurde denen klar: das geht nach hinten los und dann war nix mehr mit "Stange halten".

    Moral hat doch da sowieso keiner mehr. Alles nur Rumgeeiere.

  • Auch ich finde es unerträglich hier täglich die undifferenzierten Kommentare von so genannten Moralwächtern lesen zu müssen. Hier wird auf Grundlage von politischer Veranlagung oder durch die schwarz-weiße Brille mit übelster Polemik eine hoffnungsvolle Politikerlaufbahn zerstört. Alles was ich hier so lese resultiert aus meiner Sicht entweder aus Politikverdrossenheit (was ich durchaus nachvollziehen kann) oder aus persönlichem Neid. So kann es einfach nicht sein, dass ein Adliger noch dazu mit der hier aufgezeigten Durchschnittlichkeit was Bildung angeht als unser Verteidigungminister einen guten Job macht und eine längst fällige Bundeswehrreform in die Gänge bringt. Nein das kann gar nicht sein weil mit so viel Gel in den Haaren und so mit viel rethorischem Talent kann man nur ein "Schaumschläger sein" Zu allem Überfluss werden dann Vergleiche mit Hitler und sonstigen Volksverdummern gebracht nur weil es seit sehr langer Zeit einem Politiker gelingt große Symphatien, von großen Teilen der Bevölkerung zu erhalten, Da wird dann natürlich die Urteilsfähigkeit und der Bildunggrad der breiten Masse angezweifelt und mit Argumenten hinsichtlich der Rechtschreibfertigkeiten in Kommentaren begründet. Aber Fakt ist doch, wir reden doch nicht mehr nur über Deutschland sondern falls Sie es noch nicht mitbekommen haben über ein sich anbahnende neue Weltordnung. Da haben für mich sowohl Bildungseliten aber auch und vor allem Menschen einen Platz, die Zukunft gestalten können und die auch Mehrheitsfähig sind. Denn was nützt uns die tollste Bildungselite, wenn sie zu dämlich ist sich frühs die Schuhe zu zumachen und die an Ihrem eigenen Ego fast erstickt. Denn zur erfolgreichen Umsetzung brauchen wir Macher und Führungspersönlichkeiten. Und so eine Persönlichkeit ist KTzG mit all seinen Fehlern. Und ich habe in seiner politischen Arbeit bisher bei objektiver Betrachtung keine bösen Absichten erkennen können.

  • Auch ich finde es unerträglich hier täglich die undifferenzierten Kommentare von so genannten Moralwächtern lesen zu müssen. Hier wird auf Grundlage von politischer Veranlagung oder durch die schwarz-weiße Brille mit übelster Polemik eine hoffnungsvolle Politikerlaufbahn zerstört. Alles was ich hier so lese resultiert aus meiner Sicht entweder aus Politikverdrossenheit (was ich durchaus nachvollziehen kann) oder aus persönlichem Neid. So kann es einfach nicht sein, dass ein Adliger noch dazu mit der hier aufgezeigten Durchschnittlichkeit was Bildung angeht als unser Verteidigungminister einen guten Job macht und eine längst fällige Bundeswehrreform in die Gänge bringt. Nein das kann gar nicht sein weil mit so viel Gel in den Haaren und so mit viel rethorischem Talent kann man nur ein "Schaumschläger sein" Zu allem Überfluss werden dann Vergleiche mit Hitler und sonstigen Volksverdummern gebracht nur weil es seit sehr langer Zeit einem Politiker gelingt große Symphatien, von großen Teilen der Bevölkerung zu erhalten, Da wird dann natürlich die Urteilsfähigkeit und der Bildunggrad der breiten Masse angezweifelt und mit Argumenten hinsichtlich der Rechtschreibfertigkeiten in Kommentaren begründet. Aber Fakt ist doch, wir reden doch nicht mehr nur über Deutschland sondern falls Sie es noch nicht mitbekommen haben über ein sich anbahnende neue Weltordnung. Da haben für mich sowohl Bildungseliten aber auch und vor allem Menschen einen Platz, die Zukunft gestalten können und die auch Mehrheitsfähig sind. Denn was nützt uns die tollste Bildungselite, wenn sie zu dämlich ist sich frühs die Schuhe zu zumachen und die an Ihrem eigenen Ego fast erstickt. Denn zur erfolgreichen Umsetzung brauchen wir Macher und Führungspersönlichkeiten. Und so eine Persönlichkeit ist KTzG mit all seinen Fehlern. Und ich habe in seiner politischen Arbeit bisher bei objektiver Betrachtung keine bösen Absichten erkennen können.

  • Auch ich finde es unerträglich hier täglich die undifferenzierten Kommentare von so genannten Moralwächtern lesen zu müssen. Hier wird auf Grundlage von politischer Veranlagung oder durch die schwarz-weiße Brille mit übelster Polemik eine hoffnungsvolle Politikerlaufbahn zerstört. Alles was ich hier so lese resultiert aus meiner Sicht entweder aus Politikverdrossenheit (was ich durchaus nachvollziehen kann) oder aus persönlichem Neid. So kann es einfach nicht sein, dass ein Adliger noch dazu mit der hier aufgezeigten Durchschnittlichkeit was Bildung angeht als unser Verteidigungminister einen guten Job macht und eine längst fällige Bundeswehrreform in die Gänge bringt. Nein das kann gar nicht sein weil mit so viel Gel in den Haaren und so mit viel rethorischem Talent kann man nur ein "Schaumschläger sein" Zu allem Überfluss werden dann Vergleiche mit Hitler und sonstigen Volksverdummern gebracht nur weil es seit sehr langer Zeit einem Politiker gelingt große Symphatien, von großen Teilen der Bevölkerung zu erhalten, Da wird dann natürlich die Urteilsfähigkeit und der Bildunggrad der breiten Masse angezweifelt und mit Argumenten hinsichtlich der Rechtschreibfertigkeiten in Kommentaren begründet. Aber Fakt ist doch, wir reden doch nicht mehr nur über Deutschland sondern falls Sie es noch nicht mitbekommen haben über ein sich anbahnende neue Weltordnung. Da haben für mich sowohl Bildungseliten aber auch und vor allem Menschen einen Platz, die Zukunft gestalten können und die auch Mehrheitsfähig sind. Denn was nützt uns die tollste Bildungselite, wenn sie zu dämlich ist sich frühs die Schuhe zu zumachen und die an Ihrem eigenen Ego fast erstickt. Denn zur erfolgreichen Umsetzung brauchen wir Macher und Führungspersönlichkeiten. Und so eine Persönlichkeit ist KTzG mit all seinen Fehlern. Und ich habe in seiner politischen Arbeit bisher bei objektiver Betrachtung keine bösen Absichten erkennen können.

  • Ganz ehrlich....
    Sie ziehen die Sache ins lächerliche.
    Herr zu Gutenberg ist ein Politiker, der sich immer engagiert hat und ich finde es nicht Richtig Ihn derart ins lächerliche zu ziehen.

    Aber für jemanden der nicht in der Situation ist, bzw. die Verantwortung von Herrn zu Gutenberg zu tragen hat, ist es natürlich auch leicht über das ganze zu spotten...

  • Als ob Deutschland wahrlich keine anderen Probleme hätte. Kein Wunder der Mensch als solches ist in Deutschland nichts mehr wert. Alle profilieren sich sich auf seinen Rücken, ohne Rücksicht auf Verluste. Nur der eigene Ego steht im Vordergrund. Vor allen Dingen hätte auch alle Vorwürfe aufgearbeitet werden müßen und dann hätten immer noch Konsequenzen gezogen werden können. Nein erst Kopf abhaken und dann mal sehen wie es weitergeht. Nachdem jeder nur noch auf ihn rumgehakt hat, ist der Rücktritt mehr als nach vollziehbar. Kein Mensch hält so einem Druck aus , wie er in den letzten Tagen auf ihn aus geübt worden ist. Schade um seine Person, er war ein Politiker mit Ausstrahlung, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit und endlich mal einer der etwas bewegen wollte und auch bewegt hat. Solche Politiker braucht Deutschland. Es gibt auch viele Politiker die reden viel und sagen nichts. Und endlich mal ein jüngerer Politiker der etwas vorantreiben wollte, solche Leute braucht das Land, nicht vergreißte Politiker die nur ihre Bezüge beziehen und nichts bewegen.

  • Was Guttenberg getan hat mag im Sinne der Wissenschaft verwerflich sein. Was meiner Meinung nach aber viel zu kurz kommt ist zu hinterfragen wie eine solche Doktorarbeit von den zuständigen Stellen mit "Summa cum laude" benotet werden konnte. das kann erst recht nicht im Sinne der Wissenschaft gewesen sein

  • Deutschland wird sich immer wieder selbst in die Sch... reiten. Jedem Volk, was er verdient. Die Zukunft wird zeigen, was man an Guttenberg verloren hat.

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