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08.10.2008 
Linkes Lager in Führung

CSU beschert Union Umfrageabsturz

Das Wahldebakel der CSU in Bayern zieht die Union bundesweit in ein Stimmungstief bei den Wählern. Laut einer Umfrage stürzen CDU und CSU bei der Sonntagsfrage um vier Punkte auf 33 Prozent und damit den niedrigsten Wert seit Anfang 2007 ab.

Die Verwantwortlichen für das CSU-Wahldebakel: Günther Beckstein (l.) und Erwin Huber. Foto: ReutersLupe

Die Verwantwortlichen für das CSU-Wahldebakel: Günther Beckstein (l.) und Erwin Huber. Foto: Reuters

HB BERLIN. Nach der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern“ und den Fernsehsender RTL liegt das linke Lager aus SPD, Grünen und Linkspartei jetzt mit 49 Prozent drei Punkte vor einem bürgerlichen Bündnis aus Union und Freien Demokraten.

Die SPD legt den Angaben zufolge um einen Punkt auf 27 Prozent zu und verkürzt damit den Rückstand auf CDU und CSU. Von den Verlusten der Union profitiert die FDP, die um zwei Punkte auf 13 Prozent steigt. Die Grünen gewannen einen Punkt auf neun Prozent hinzu, die Linke steht unverändert bei 13 Prozent.

Für die Sonntagsfrage hatte das Institut Forsa zwischen dem 29. September und dem 2. Oktober 2008 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt. Die Fehlerquote liegt bei 2,5 Prozent.

In einer weiteren Umfrage für den „Stern“ nannten es 45 Prozent vorstellbar, für die Freien Wähler zu stimmen. Damit sei das Potenzial der freien Wählergruppen größer als das von FDP und Grünen. Für diese Parteien zu stimmen können sich jeweils 30 Prozent der Wahlberechtigten vorstellen. Die Freien Wähler hatten bei der Bayern-Wahl aus dem Stand 10,2 Prozent der Stimmen erreicht. Freie Wählergruppen wollen kommendes Jahr im Saarland und in Thüringen sowie 2010 in Schleswig-Holstein antreten.

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