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18.07.2008 

Für Stimmung vor dem Parteitag hat aber auch schon der politische Gegner gesorgt. Allen voran SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, der sich um den Sex-Appeal der neuen CSU-Spitze sorgte: CSU-Chef Erwin Huber und Bayerns Ministerpräsidenten Günther Beckstein fehle nämlich derselbe und jetzt kommts: ganz im Gegensatz zu Edmund Stoiber. Die beiden Neuen hätten längst nicht Stoibers Ausstrahlung, sagte Heil. Seit „der Lotse Stoiber“ von Bord gegangen sei, hätten „die traurigen Leichtmatrosen Beckstein und Huber“ das Ruder übernommen. Unter ihrer „schwindenden Autorität“ sei der bundespolitische Einfluss der CSU geradezu „eingebrochen“. Nicht ganz so gut meinte es Grünen-Fraktionschefin Renate Künast: „Diese CSU erinnert mich verdammt an einen Brummkreisel dreht sich wahnsinnig schnell um sich selbst, brummt ziellos vor sich hin, eckt überall an und fällt am Ende nutzlos um“.

Doch so richtig weh tut das Huber und Beckstein schon vor der Rede Merkels auf dem Parteitag nicht mehr. Nicht Merkels Abfuhr in der P-Frage, und auch nicht die bösen Bemerkungen von Heil und Künast. Es gibt viele Gründe für die bessere Laune der CSU-Spitze: Inzwischen fordern auch viele in der CDU die Rückkehr zur alten Pendlerpauschale. Die SPD-Basis steht sogar mehrheitlich auf der Seite der Bayern. Vielleicht noch viel wichtiger. Die Christsozialen haben sich auch mit den tausenden bayerischen Hausärzten ausgesöhnt. Die machen jetzt in ihren Wartezimmern bei den Patienten keinen Wahlkampf mehr gegen die CSU. Dafür dürfen die Mediziner künftig eigene Honorarverträge mit den Krankenkassen schließen. Das hat Huber bei der Kanzlerin durchgesetzt. Außerdem - und auch das hat die CSU erreicht - werden die Arzthonorare 2009 um mindestens 2,5 Mrd. Euro erhöht. Die bayerischen Ärzte sollen "ihren gerechten Anteil erhalten."

Wie die jüngste Umfrage belegt, die Debakel beim Transrapid, Rauchverbot und der bayerischen Landesbank sind den Wählern offenbar nicht mehr wirklich in Erinnerung. Und an der CSU-Basis ist man sich sicher: "Wenn das auch heute mit Stänkern gegen die Bundeskanzlerin nicht richtig klappt - der Huber Erwin lernt das noch".

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