CSU-Führungswechsel
Junge Frau als CSU-General im Gespräch

Drei Wochen vor dem CSU-Führungswechsel werden der 29-jährigen Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär Chancen eingeräumt, neue Generalsekretärin der Partei zu werden. Bär bestätigte einen Bericht des „Münchner Merkurs“, wonach Bundesagrarminister Horst Seehofer ihr das Amt im Fall seiner Wahl zum CSU-Vorsitzenden angeboten habe.

HB MÜNCHEN. Seehofers Konkurrent im Wettstreit um den CSU-Vorsitz, Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber, hielt sich aber bedeckt: „Bisher wurde niemandem ein Angebot gemacht. Entscheidungen fallen beim Parteitag.“

„Es ist eine große Ehre, für die Partei an herausragender Stelle arbeiten zu dürfen“, sagte Bär. Sowohl Huber als auch Seehofer hätten mit ihr darüber gesprochen. Sie habe durchaus Interesse an der Position des CSU-Generalsekretärs. Es sei jedoch üblich, dass zunächst ein Parteivorsitzender gewählt werde und dieser dann den Generalsekretär vorschlage.

Der amtierende CSU-Generalsekretär Markus Söder strebt ein Ministeramt im Kabinett des künftigen Ministerpräsidenten Günther Beckstein an. Er ist als Nachfolger von Umweltminister Werner Schnappauf im Gespräch. Dieser wechselt als Hauptgeschäftsführer zum Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Es ist jedoch offen, ob der neue CSU-Chef noch vor den Kommunal- und Landtagswahlen 2008 einen neuen Generalsekretär berufen wird. In der Parteispitze wird gemutmaßt, dass der erfahrene Söder noch die wichtigen Wahlkämpfe organisieren soll. Als mögliche Nachfolger Söders gelten neben Bär die Bundestagsabgeordnete Ilse Aigner und die Landtagsabgeordnete Christine Haderthauer.

Dorothee Bär sitzt seit 2002 im Bundestag. 2005 verfehlte die Diplompolitologin zwar über die bayerische Landesliste den Wiedereinzug ins Parlament. Doch als Bayerns Innenminister Beckstein auf sein Bundestagsmandat verzichtete, rückte sie nach. Die frühere Journalistin ist Mitglied der Ausschüsse Bildung und Forschung sowie Kultur und Medien. Die Mutter einer 13 Monate alten Tochter widmet sich aber auch der Familienpolitik. Und es ist für sie kein Problem, Politik und Familie zu verbinden: „Da bin ich eine berufstätige Mutter wie hunderttausende andere auch in Deutschland.“

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