CSU-Politiker
Gauweiler kündigt Reise nach Russland an

„Eine kleine Rede über Russen und Deutsche“ will CSU-Vize Gauweiler in Moskau halten. Der Politiker steht wegen einigen Äußerungen zur Ukraine-Krise bereits in der Kritik. Der Bundestag könnte seine Reise noch verbieten.
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MünchenDer CSU-Vizevorsitzende Peter Gauweiler plant eine Reise nach Moskau. Er wolle Mitte September in die russische Hauptstadt fliegen, „um eine kleine Rede über Russen und Deutsche zu halten und wie es weitergehen soll“, kündigte der Bundestagsabgeordnete in einer Kolumne für den „Münchner Merkur“ vom Donnerstag an. Anlass sei eine Veranstaltung des Moskauer Goethe-Instituts zur Eröffnung des Jahres der deutschen Sprache in Russland.

Gauweilers geplante Reise muss noch vom Bundestag genehmigt werden, so sehen es die Regeln vor. Er sei „neugierig“, ob der Bundestag eine Genehmigung erteile, schrieb Gauweiler. Zudem müsse „vorher geklärt werden, ob ein CSU-Vize das überhaupt darf“.

Gauweiler war in den vergangenen Wochen wegen prorussischer Äußerungen in der eigenen Partei in die Kritik geraten. Den Einsatz von Bundeswehrsoldaten als OSZE-Militärbeobachter in der Ostukraine hatte er als „nicht im deutschen Interesse“ kritisiert. Zudem mahnte er, die Partnerschaft mit Russland nicht zu gefährden.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Bravo Herr Gauweiler

  • Gauweiler, einer der wenigen Politiker mit außenpolitischer Weitsicht ... man siehe auch den Kommentar von Mr "Dax" Müller hier bei HB zum Thema Russland und Sanktionen.

  • Ihren Kommentar, Ihren Unmut verstehe ich. Aber auf historischer Ebene laufen andere Prozesse ab.

    Auf diesem Level ist auch die Sache mit Altkanzler Schröder ein "Mückenschiss". In diesem Szenario ist die Freundschaft Putin und Schröder eine andere Ebene und völlig belanglos.

    Der eine würde für einige Rubel seine Großmutter verkaufen und der andere schmückt sich damit, dass er bereits für wenig Geld jeden westlichen Politiker kaufen kann. Das sind kleine Scharmützel am Rande, was die russische Seite schmunzeln lässt.

    Was wirklich genial am Schachzug von Putin war, war dass Schröder letztlich nicht von Russen, sondern von Deutschen bezahlt wird. Strategisch sind Russen den Deutschen weit überlegen. Ich habe selten, genauer nie, schlechte russische Gesprächs-/Verhandlungs-partner kennen gelernt. Verhandlungen mit ihnen zu führen, ist schwierig aber immer wieder respektvoll schön. Auf deutscher Seite ist es schwieriger und man darf nicht enttäuscht sein, wenn Verhandlungspartner als "gesichert" gesetzt sind, sich nachträglich als ganz andere sich entpuppen.

    In Deutschland ist vieles Fasade. In Russland ist es harter Kampf. Aber das Verhandlungsergebnis ist später belastungsfähig.

    Angela Merkel hat, obwohl ich mich von ihr distanziere, auch dieses russische Gen und macht es Putin (oberflächlich gedacht) schwer. Für Putin ist sie dagegen lediglich eine sportliche Herausforderung.

    Gute Reise, Herr Gauweiler!

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