CSU: Seehofer: Guttenberg strebt 2013 kein Mandat an

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Seehofer: Guttenberg strebt 2013 kein Mandat an

CSU-Parteichef Horst Seehofer beendet alle Hoffnungen und Befürchtungen: Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg strebt nicht in die deutsche Politik zurück. Zunächst wolle er aus seinen Fehlern lernen.
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Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will derzeit nicht in die deutsche Politik zurückkehren. Guttenberg habe ihm in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, bei der Bundestagswahl 2013 kein Mandat anzustreben, sagte CSU-Chef Horst Seehofer am Freitag in München vor Journalisten.

Guttenberg habe dafür ausschließlich persönliche Gründe angeführt. Er wolle nach seiner Plagiatsaffäre aus seinen Fehlern lernen. "Dies erfordert jedoch Zeit und Abstand, das ist die Begründung für die Entscheidung", sagte Seehofer.

Zuletzt hatte es von der CSU-Spitze verstärkte Bemühungen gegeben, den 40-Jährigen zu einem baldigen Comeback zu überreden. Guttenberg war am 1. März vergangenen Jahres als Verteidigungsminister zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenzen aus einer Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit. Außerdem legte Guttenberg im vergangenen Jahr sein Bundestagsmandat nieder und gab alle weiteren politischen Ämter auf. Seit einigen Monaten lebt er mit seiner Familie in den USA und arbeitet in Washington ehrenamtlich für den renommierten Denkfabrik für Strategische und Internationale Studien CSIS.

Guttenberg hatte im November der CSU in einem Interview den Anspruch einer Volkspartei abgesprochen und Sympathien für die Gründung einer neuen Partei erkennen lassen. Im Dezember war er dann in Brüssel auf die politische Bühne zurückgekehrt - EU-Kommissarin Neelie Kroes machte ihn zu ihrem Berater in Internetfragen.

Guttenberg war in Umfragen lange der beliebteste Politiker in Deutschland, bei der Bundestagswahl 2008 hatte er das bundesweit beste Erststimmenergebnis geholt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " CSU: Seehofer: Guttenberg strebt 2013 kein Mandat an"

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  • Es ist wie mit allen anderen sogenannten Befragungen: "Das Volk sehe über Guttenbergs Fehler hinweg". Das sind keine aussagefähigen Befragungen, sondern eine Meinungsmanipulation. Diejenigen, die sich empörten und auch über ihre eigene Partei, die CSU, entrüsteten, wurden damit stillgelegt, denn die Manipulatoren setzten weiterhin, das Beliebtheitsgerücht in die Welt. Und es wäre viel wichtiger zu erfahren, warum zu Guttenberg, ca. 750.000 EURO, in Raten, an die Universität Beyreuth überwiesen hat. "Angeblich um Fachkräfte auszubilden". Weiterhin, schämt sich Seehofer eigentlich nicht, ständig um zu Guttenbergs Finanzen zu buhlen? Um die Verbindungen zu den Millitär- und Wirtschaftskonstrukten, zu denen, zu Guttenberg, sofort Zugang erhielt? Warum verkauften eigentlich die zu Guttenbergs ihre Rhön-Klinikum Aktien ausgerechnet an die Bayrische Landesbank und was wurde daraus? Machte die Bank dadurch einen Gewinn oder Verlust? Und warum, ist es Herrn zu Guttenberg nicht möglich, seinen Verkaufserlös in Deutschland anzulegen? Die CSU, ist doch eine deutsche und keine österreichische Partei.

  • Der Brüller des Tages!!

  • Wenn dann aber von Mutti.

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