CSU-Spitze
Segen für Zweikampf Seehofer gegen Huber

Auch bei einem letzten Vermittlungsversuch hat die CSU-Führung weder Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer noch Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber davon abbringen können, für den Parteivorsitz zu kandidieren. Nun macht Amtsinhaber Edmund Stoiber aus der Not eine Tugend und gibt der Kampfabstimmung seinen Segen.

HB MÜNCHEN. Bei dem Gespräch von zehn CSU-Spitzenpolitikern in München erklärten am Freitag sowohl Parteivize Seehofer als Erwin Huber ihre Kandidatur. Innenminister Günther Beckstein als designierter Ministerpräsident habe eine klare Präferenz für Huber zu erkennen gegeben, hieß es von Teilnehmern, die nicht genannt werden wollten.

Der scheidende Parteichef Edmund Stoiber erklärte den Angaben zufolge, es sei kein Beinbruch, mit zwei Kandidaten in den Parteitag zu gehen. Die Parteispitze und die meisten CSU- Mandatsträger favorisieren Huber.

Demnach steht ebenfalls fest, dass die CSU-Landesgruppe im Bundestag, die Münchner Landtagsfraktion und die CSU-Europagruppe keine Empfehlung für einen Kandidaten abgeben werde. Nominierungen seien Sache der Parteigremien, betonte Landesgruppenchef Peter Ramsauer vor Beginn des Treffens. Es wird jedoch intern damit gerechnet, dass sich mehrere der CSU-Bezirksverbände auf Huber festlegen.

Seehofer habe bei dem Gespräch in guter Atmosphäre keine Vorwürfe gegen seine Kollegen erhoben, hieß es. Stoiber, der im September auch sein Amt als Ministerpräsident abgeben will, appellierte Teilnehmerangaben zufolge an alle Beteiligten, die Auseinandersetzung in gutem Stil weiterzuführen.

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