_

CSU-Urgestein: Michael Glos zieht sich aus der Politik zurück

36 Jahre Bundestag sind genug, sagt Michael Glos (CSU), ehemaliger Bundeswirtschaftsminister. Auf einer beschaulichen Parteiveranstaltung in Unterfranken ließ der Politiker nun durchblicken, dass seine Zeit vorbei ist.

Michael Glos will sich endgültig aus der Politik zurückziehen. Quelle: dpa
Michael Glos will sich endgültig aus der Politik zurückziehen. Quelle: dpa

SchweinfurtDer frühere Bundeswirtschaftsminister und ehemalige CSU-Landesgruppenchef Michael Glos zieht sich aus der Politik zurück. Nach Angaben des unterfränkischen CSU-Bezirksvorsitzenden Gerhard Eck verkündete Glos am Samstag bei einem Neujahrsempfang der Partei in Schweinfurt, nicht mehr bei der Bundestagswahl 2013 zu kandidieren.

Anzeige

„Er hat es damit begründet, dass er über Jahrzehnte politisch tätig gewesen sei und es ihm jetzt reicht“, sagte Eck. Bereits im vergangenen Jahr hatte der 67-Jährige den unterfränkischen CSU-Bezirksvorsitz abgegeben, den er zuvor 18 Jahre innehatte. Im Bundestag sitzt Glos seit 1976.

Von 1993 bis November 2005 war er Landesgruppenchef der CSU in Bonn und Berlin. Von 2005 bis 2009 war Glos Bundeswirtschaftsminister.

Köhler & Co Die Kunst des Rücktritts

  • Köhler & Co: Die Kunst des Rücktritts
  • Köhler & Co: Die Kunst des Rücktritts
  • Köhler & Co: Die Kunst des Rücktritts
  • Köhler & Co: Die Kunst des Rücktritts

  • 12.02.2012, 19:45 UhrAnonymer Benutzer: Nastrowje

    „Er hat es damit begründet, dass er über Jahrzehnte politisch tätig gewesen sei und es ihm jetzt reicht“, sagte Eck.

    Mit anderen Worten die Taschen wurden vollgestopft, dass die Nähte zu Platzen drohen.

  • 12.02.2012, 18:05 UhrAnonymer Benutzer: azaziel

    Glos war einer der ganz, ganz wenigen, denen ich geglaubt habe, dass sie ihre Arbeit in den Dienst am Volk stellen. Ihm habe ich vertraut.

  • Die aktuellen Top-Themen
Wüstenrot-Studie: Jeder dritte Deutsche fürchtet Immobilienblase

Jeder dritte Deutsche fürchtet Immobilienblase

Rund 44 Prozent der Deutschen halten die Preise für Häuser und Wohnungen für deutlich überhöht. Sie fürchten sich vor einer Immobilienblase. Vor allem die Bürger eines Bundeslandes sind besonders skeptisch.

Politik versus Wirtschaft: Wie viel Kritik ist erlaubt?

Wie viel Kritik ist erlaubt?

Für Politiker sind Megaveranstaltungen wie der ESC in Aserbaidschan und die WM in Katar Anlass, mehr Demokratie zu fordern. Deutsche Unternehmen hoffen jedoch auf Großaufträge - und geraten schnell zwischen die Fronten.

Weltwirtschaftswachstum: EU rüffelt China, Japan und die USA

EU rüffelt China, Japan und die USA

EU-Kommissionspräsident Barroso und Ratspräsident Van Rompuy fordern, dass alle G20-Länder das Weltwirtschaftswachstum fördern. Europa sei seiner Verantwortung nachgekommen, hieß es, jetzt seien die anderen dran.