CSU-Vorsitz
Pauli holt sich „eine blutige Nase"

Die Kandidatur der Stoiber-Kritikerin Gabriele Pauli für den CSU-Vorsitz stößt in der Partei auf immer breiteres Unverständnis. Von ihren „Parteifreunden" wird ihr eine mangelnde Qualifikation für das Amt vorgeworfen. Chancen auf eine Wahl habe sie keine.

HB MÜNCHEN. Nach dem designierten bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein und der Vorsitzenden der Frauen-Union Emilia Müller gingen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ auch CSU- Vize Ingo Friedrich und Bayerns Sozialministerin Christa Stewens auf Distanz. Beckstein sagte dem Magazin: „Wenn die Dame drei Prozent der Stimmen bekommt, würde mich das überraschen.“

Friedrich sprach der Fürther Landrätin jede Eignung für die Stoiber-Nachfolge ab: „Die Qualitäten, die für dieses Spitzenamt gefordert sind, übersteigen die jener Dame bei weitem.“ Stewens sagte, wenn sich Pauli „eine blutige Nase holen will, soll sie das tun“. Gleichzeitig betonte Stewens, das Bekenntnis von CSU-Vize und Bundesagrarminister Horst Seehofer zu seiner Familie in Ingolstadt habe dessen Chancen auf den Parteivorsitz nicht vergrößert und die Stimmung nicht zu seinen Gunsten drehen können. „Wir haben das zur Kenntnis genommen ­ mehr aber auch nicht.“

Die 50-jährige Pauli hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass sie sich auf dem Parteitag Ende September um die Nachfolge von Edmund Stoiber als CSU-Chef bewerben werde. Sie warf den Kandidaten Seehofer und Wirtschaftsminister Erwin Huber vor, kein Programm zu haben. Am Freitag sagte sie, sie habe viel Zustimmung für ihre Bewerbung erfahren. Es solle kein Alleingang werden.

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