CSU-Vorsitz: Seehofer will seine Nachfolge 2017 klären

CSU-Vorsitz
Seehofer will seine Nachfolge 2017 klären

Für den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer hat die letzte Legislaturperiode begonnen - 2018 will sich der Politiker zurückziehen. Für seine Nachfolge sieht er auch zwei Frauen im Rennen und schließt einen Mitgliederentscheid nicht aus.
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MünchenSeehofer will seine Nachfolge rund um die Bundestagswahl 2017 klären. „Um diesen Termin herum sollte Klarheit herrschen“, sagte der bayerische Ministerpräsident dem „Münchner Merkur“ (Samstag). „Wir werden mit der Kandidatin oder dem Kandidaten für Parteivorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten ins Rennen gehen, die oder der die höchsten Erfolgschancen hat.“ Sollten die Umfragen nicht eindeutig sein, „gibt es die Möglichkeit, die Parteibasis einzubeziehen“, ergänzte der 64-Jährige, der 2018 seine Ämter abgeben will.

Beide Ämter gehörten in eine Hand, sagte Seehofer der Zeitung. Folgende Kandidaten aus dem bayerischen Kabinett sieht er im Rennen: Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Finanzminister Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann und Staatskanzleichefin Christine Haderthauer. Hinzu komme der neue Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. In der Vergangenheit hatte Seehofer zusätzlich einen „Mr. X“ für seine Nachfolge ins Spiel gebracht. Dazu sagte er dem Blatt: „Ich habe da zwei Namen im Kopf. Im Moment stellt sich die Frage aber nicht.“

Den Parteivorsitz hat Seehofer seit Oktober 2008 inne. Vorherige wichtige Stationen seiner politischen Karriere stellen unter anderem das Amt des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2005-2008) und des Bundesministers für Gesundheit (1992-1998) dar. Der gebürtige Ingolstädter und Vater von vier Kindern war 1969 zunächst in die Junge Union und 1971 in die CSU eingetreten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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