CSU-Wahlkampf eröffnet
Merkel und Stoiber rufen „Schicksalswahl“ aus

Die CSU will die Warnung vor einem rot-rot-grünen Bündnis zu einem zentralen Thema des siebenwöchigen Bundestagswahlkampfs bis zum 18. September machen. Stoiber sicherte Merkel die volle Unterstützung der CSU zu. "Liebe Frau Merkel, auf die Bayern können Sie sich verlassen", sagte er.

HB MÜNCHEN. Die CSU will die Warnung vor einem rot-rot-grünen Bündnis zu einem zentralen Thema des siebenwöchigen Bundestagswahlkampfs bis zum 18. September machen. Deutschland stehe vor einer "Schicksalswahl", betonten Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Edmund Stoiber am Samstag vor rund 600 Zuhörern in München. Stoiber sicherte Merkel die volle Unterstützung der CSU zu. "Liebe Frau Merkel, auf die Bayern können Sie sich verlassen", sagte er.

Stoiber warnte die Union vor allzu großer Siegeszuversicht und forderte vollen Einsatz bis zum 18. September: "Die Wahl ist noch lange nicht gewonnen." Eine rot-rot-grüne Allianz von SPD, Grünen und Linksbündnis wäre eine "absolute Katastrophe" für Deutschland, sagte Stoiber. "Wenn es geht für diese drei, dann wird es auch gemacht, um Frau Merkel und uns in Berlin zu verhindern." Die Union müsse das Wählerpotenzial in der bürgerlichen Mitte "voll ausschöpfen". CSU - Vize Horst Seehofer sagte am Rande der Veranstaltung, dass nur "ein, zwei Prozent Veränderung" zu Gunsten von Rot-Rot-Grün die derzeitige schwarz-gelbe Mehrheit in den Umfragen gefährden könne. Merkel schloss einen Sonderwahlkampf der Union in den neuen Ländern aus. "Wir machen einen Wahlkampf für ein Land, in Nord und Süd und Ost und West", sagte die CDU-Chefin. Sie wolle "Kanzlerin aller Deutschen" sein. "Nur wenn es ganz Deutschland wieder gut geht, kann der Aufbau im Osten gelingen."

Die Unions-Kandidatin verteidigte die umstrittenen Pläne der Union zur Erhöhung der Mehrwertsteuer, um damit die Lohnnebenkosten zu senken. "Vorfahrt für Arbeit bedeutet Senkung der Zusatzkosten für Arbeit", sagte Merkel. "Auch die Rente von morgen wird nicht sicher sein, wenn es in Deutschland keine sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse mehr gibt, sondern nur noch Mini-Jobs." Ein "Weiter so" dürfe es nicht mehr geben. Deutschland verliere täglich 1000 Arbeitsplätze.

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