Cyber-Angriff auf Bundestag
Situation noch nicht unter Kontrolle

Der Cyberangriff auf den Bundestag nimmt dramatische Züge an. Selbst nach einer Woche können Experten die Schadsoftware noch nicht stoppen. Womöglich muss die gesamte technische Infrastruktur des Parlaments neu aufgebaut werden.
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BerlinDie seit Anfang Mai laufende Hacker-Attacke auf Computer des Bundestags ist auch nach drei Wochen noch nicht vollständig abgewehrt. „Die Sache ist noch nicht beendet“, sagte ein Parlamentssprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er bestätigte Berichte, nach denen möglicherweise ein Neuaufbau der Technik nötig wird. „Es ist möglich, dass Teile der IT-Infrastruktur neu aufzusetzen sind.“ Informationen, nach denen Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) wegen der Angelegenheit eine vorgezogene Sommerpause erwäge, wies er hingegen als „baren Unsinn“ zurück.

„Ich bin sehr besorgt, weil keine der zuständigen Sicherheitsbehörden bisher in der Lage zu sein scheint, den Angriff unter Kontrolle zu bringen“, sagte die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke. „Die Verunsicherung unter den Abgeordneten ist groß, weil es faktisch keine konkreten Informationen gibt.“ Das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sind mit der Aufklärung der Attacke betraut.

Auch Parteikollege Konstantin von Notz, netzpolitischer Sprecher der Grünen, ist ratlos: „Bezüglich der Art und Intensität des Angriffs herrscht noch immer völlige Unklarheit“, sagte der Netzpolitiker. „Angaben, welche Büros betroffen, welche Daten abgeflossen und inwieweit auch geheim tagende Gremien von dem Angriff betroffen sind, haben die Abgeordneten bis heute nicht erreicht.“

Am vergangenen Freitag war öffentlich bekanntgeworden, dass Bundestags-Computer Ziel einer bislang beispiellosen Attacke unbekannter Hacker geworden waren. Die Hacker hatten nach einem Bericht von „Spiegel Online“ Anfang Mai zunächst die Computer einer Fraktion mit einem sogenannten Trojaner infiziert und sich so Zugang zu Administrator-Passwörtern verschafft. Damit sei es ihnen gelungen, ins gesamte Bundestags-Netzwerk einzudringen.

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„Bundestag muss Konsequenzen ziehen“

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  • Da sieht man, dass es nicht reicht, seinen Job "nach bestem Wissen und Gewissen" zu verrichten.

    Ahnung muss man haben!

  • Sind es der BND oder die NSA, die jetzt so unter Beschuss sind?

    Wenn es andere Geheimdienste wären, dann brennt aber die Hütte lichterloh.

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