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06.09.2006 

Im Kühlhaus des Unternehmers sind derzeit rund 400 Tonnen Lebensmittel gelagert, hauptsächlich Fleisch. Davon sortierte „ein Heer von Lebensmittelkontrolleuren“ - so Wilfling - bis zum Mittwochvormittag weit über 60 Tonnen nicht mehr genießbares Fleisch und 43 Tonnen verdorbenes Gemüse aus.

Der 74-Jährige hatte nach Feststellungen der Kripo bundesweit rund 2500 Kunden - die Mehrzahl davon in Bayern - sowie 50 Abnehmer im benachbarten Ausland. Das beanstandete Fleisch hat nach Angaben von Wilfling schlecht gerochen, Ekel erregend ausgesehen und war in Farbe und Konsistenz stark verändert. Bei mehr als zehn Tonnen des sichergestellten Fleisches waren die Haltbarkeitsdaten teilweise um vier Jahre überschritten.

Zu der beschlagnahmten Ware gehörten mehrere Tonnen Döner-Spieße. „Da zeichnet sich eine Art Döner-Mafia ab“, sagte Wilfling. Mit Wissen einzelner Döner-Betriebe seien offenbar Spieße aus aufgetautem Fleisch hergestellt worden, das übrige Fleisch sei dann einfach wieder eingefroren und später anderweitig verkauft worden.

„Da zeichnen sich Dinge ab, die einen sehr bedenklich machen“, erklärte Wilfling. „Aber man darf nun auch nicht alle Döner-Buden unter Generalverdacht stellen.“ Auch dort versuche nur ein kleiner Teil, sich mit kriminellen Methoden zu bereichern. Mit Spannung werden nun weitere Ergebnisse der Soko „Kühlhaus“ erwartet.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: „Nicht immer nur das Billigste kaufen“

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