Daimler-Chrysler verlängert Leasingverträge für Fraktionsdienstwagen nicht Kein Schnäppchen-Daimler mehr für NPD

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„Ein Dumpingangebot“, kommentiert Hanno Boblenz, Chefredakteur des Branchenfachblatts „Firmenauto“. Mit einer klaren Motivation: Die Autohersteller wollten mit ihren Fahrzeugen an Orten präsent sein, die regelmäßig im Fokus des Medieninteresses stehen. „Eine so günstige Rate ist allerdings auch für Großkunden ungewöhnlich“, sagt Boblenz.

Private Leasingkunden müssen für das betreffende Modell eine Monatsrate von mindestens 570 Euro bezahlen. Die NPD, nach eigener Aussage um einen sparsamen Umgang mit Steuermitteln bemüht, konnte also gar nicht anders, als Daimler-Chrysler den Zuschlag zu geben. Beim Hersteller war man allerdings etwas überrascht, als die Identität der Kunden aus Sachsen bekannt wurde.

„Wir sind von einer Entwicklung überrollt worden, die so nicht antizipierbar war“, kommentiert Peter Mahn den Einzug der NPD in den sächsischen Landtag. Denn damit gehörten auch die Abgeordneten der rechtsextremen Partei plötzlich zum Kreis der Nutznießer der Sonderkonditionen. Als klar wurde, wer die Limousinen künftig fahren würde, waren die Verträge bereits unterschrieben.

Nun ist man in Stuttgart um Schadensbegrenzung bemüht. Die Verträge, die nach NPD-Angaben noch bis November gelten, werden zwar erfüllt, darüber hinaus würden aber „keine zusätzlichen Fahrzeuge“ geliefert, eine Verlängerung komme ebenfalls nicht in Frage. Begründung: Die Partei werde vom Verfassungsschutz beobachtet.

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