Daimler-Chrysler verlängert Leasingverträge für Fraktionsdienstwagen nicht
Kein Schnäppchen-Daimler mehr für NPD

Die beiden schwarzen Mercedes E 220 CDI der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag dürften die umstrittensten Dienstwagen Deutschlands sein. Nicht, weil sich die Fraktion einen unberechtigten geldwerten Vorteil erschlichen hätte. Oder weil die Abgeordneten verbotene Privatfahrten damit unternehmen würden. Vielmehr haben die Wagen, die seit vergangenem Herbst für die NPD-Fraktion unterwegs sind, sowohl in der Partei als auch beim Hersteller für Wirbel gesorgt.

DRESDEN/STUTTGART. Die eigenen Anhänger warfen ihrer Fraktion vor, die Abgeordneten hätten ihre mit dem sozialen Abstieg kämpfenden Wähler verraten, weil sie sich Mercedes-Limousinen zugelegt haben. Die Fraktion rechtfertigte sich, Daimler-Chrysler habe schlicht das beste Angebot gemacht.

Die Schwaben hingegen sagen, man habe zunächst nicht gewusst, für wen die Wagen bestimmt gewesen seien. „Wir haben Rahmenabkommen mit allen Landtagen und Bürgerschaften“, sagte Daimler-Chrysler-Sprecher Peter Maahn gegenüber dem Handelsblatt. Die Abwicklung laufe über die Landtagsverwaltung, „Kunde ist aber letztlich die Fraktion“.

Und die freute sich in diesem Fall über ein Leasing-Angebot zum Schnäppchenpreis: Nur knapp 110 Euro brutto je Auto überweist die NPD nach eigenen Angaben monatlich an die Daimler-Chrysler-Bank. Dafür bekommt Otto Normalkunde bei Mercedes sonst nicht einmal ein A-Klasse-Modell.

Die Konkurrenz konnte jedenfalls bei diesem Angebot nicht mithalten. Laut NPD-Angaben hätte BMW für ein vergleichbares Auto eine Leasingrate von 297 Euro im Monat verlangt.

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