
Berlin Daniel Bahr wurde nach dem Regierungswechsel 2009 Parlamentarischer Staatssekretär im Gesundheitsministerium. Minister aber wurde der damalige niedersächsische FDP-Landeschef Philipp Rösler, der im Gegensatz zu Bahr schon über Erfahrungen in einem Landeskabinett verfügte. Doch mit dem Wechsel an der Parteispitze und der damit einhergehenden Neuordnung der Führungsriege wird für den 34-jährigen Münsteraner, der im Urlaub gerne zum Skifahren und Klettern in die Berge fährt, nun offenbar der Weg an die Spitze des Gesundheitsressorts frei.
Erst im November wurde Bahr zum Chef des mächtigen nordrhein-westfälischen FDP-Landesverbands gewählt. Als Nachfolger von Andreas Pinkwart erhielt der studierte Volkswirtschaftler damals 83 Prozent der Stimmen.
Wie Rösler und Generalsekretär Christian Lindner gehört Bahr zu den "jungen Wilden" der Partei, die einen thematisch breit aufgestellten und am Alltag der Menschen orientierten Liberalismus verfolgen. Auf dem Parteitag in Rostock will er auch erster Stellvertreter Röslers werden.
Der einstige Chef der Jungen Liberalen (JuLis) wurde 2002 erstmals in den Bundestag gewählt und gilt als langjähriger Vertrauter des scheidenden Parteichefs Guido Westerwelle.