Dank guter Konjunktur Steuereinnahmen steigen auch im März kräftig

Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden legen weiter zu. Im März stieg das Aufkommen um 4,7 Prozent. Gründe für die guten Zahlen liegen in der stabile Wirtschaft und guter Beschäftigungslage.
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Steigende Steuereinnahmen: Bund, Länder und Gemeinden legen weiter zu. Quelle: dpa

Steigende Steuereinnahmen: Bund, Länder und Gemeinden legen weiter zu.

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DüsseldorfBund und Länder haben im März fast 58 Milliarden Euro Steuern und damit 4,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat eingenommen. Nach Informationen aus dem Bundesfinanzministerium betrug der Anstieg der Einnahmen im ersten Quartal 4,9 Prozent; er war damit fast doppelt so hoch wie von der letzten Steuerschätzung für das Gesamtjahr prognostiziert

Am 5. Mai kommt der Arbeitskreis Steuerschätzungen zu seinen dreitägigen Beratungen in Saarbrücken zusammen. Experten rechnen angesichts der guten Konjunktur mit kräftigen Mehreinnahmen. So hatte das Frühjahrsgutachten der Institute dem Staat Überschüsse von 20,7 und 25,6 Milliarden Euro in 2015 und 2016 vorhergesagt

Wichtigster Treiber des Steuerbooms ist die Lohnsteuer.

Dank hoher Beschäftigung, ordentlicher Lohnerhöhung und Steuerprogression stieg das Aufkommen im März um 6,8 Prozent, im ersten Quartal um 6,5 Prozent. Umstritten ist jedoch, wie stark die Arbeitslosigkeit bis 2016 wirklich sinken dürften. So rechnet die Bundesregierung im kommenden Jahr mit 2,77 Millionen Arbeitslosen im Jahresschnitt. Das wären 200.000 mehr Arbeitslose, als die Institute erwarten.

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6 Kommentare zu "Dank guter Konjunktur: Steuereinnahmen steigen auch im März kräftig"

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  • Der deutsche Sparer ist auch der Dümmste der Welt. Seit Jahren gibt es diese Niedrigzinsen und der deutsche Sparer lamentiert nur und kommt nicht mal auf die Idee, die Anlageklasse zu wechseln... Wer sich so "bestehlen" lässt, ist selber schuld.

  • Seit langem heißt es immer wieder:

    "Die Steuereinnahen steigen"

    Wohin geht denn das ganze Geld? UNd warum werden immer wieder die Abgaben (jüngstes Beispiel: "Ausländer"maut, pardon Infrastrukturabgabe für alle) erhöht?

  • Zukunftsinvestitionen: meinen Sie sowas wie "in der Landschaft allein stehende Brücken", "Busbeschleunigungsspuren um 3 Sekunden zu sparen", "Radwegbau im Wald"? Super. Da wäre mir doch die Erhöhung des lohnsteuerfreien Einkommens oder Abschaffung der kalten Progression doch viel lieber. Aber das werd selbst ich nicht mehr erleben.

  • Bei der zum Teil desolaten Infrastruktur, wäre es angezeigt, wenn der Staat per Grundgesetz verpflichtet würde, mit den Steuermehreinnahmen Zukunftsinvestitionen zu tätigen. Das käme allen deutschen Bürgern zugute.

  • Es dürfte wohl unbestritten sein, dass der ganz normale Sparer mit seinen 0,X% Zinsertrag längst die Quittung einer verfehlten Finanzpolitik bezahlt.
    Wer dies als eine von mehreren der politisch in Eigenverantwortung geforderten Säulen in seiner Alterssicherung vorgesehen hatte der kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Politik ihn -einseitig- bestiehlt.

  • Wird die nächste Steuerschätzung die höheren Steuereinnahmen als im November geschätzt, nun einarbeiten? Natürlich konservativ, d. h. um mindestens 5 Milliarden niedriger als bei mittlerer Schätzung und mindestens 10 Milliarden niedriger, als bei optimistischer Schätzung. Alles kein Problem: Gibt es 2016 eben wieder einen Nachtraghaushalt, der die Mehrausgaben umfasst. Das ist dann schon ein Unterschied zu 2001, als Mehrausgaben mit dem Nachtraghaushalt immer auch mehr Schulden hieß.
    Überproportional steigen die Lohnsteuern der Arbeitnehmer. Das bedeutet in der Gleichung, dass die Steuern aus Unternehmereinkommen und Vermögenseinkommen anteilmäßig sinken. Hat das jeder in der Schule auch gelernt? Wirtschaft und Reiche tragen folglich immer weniger zum Leben der ganzen Gesellschaft bei. Das betrifft nun ausgerechnet die Wünsche der Verbände. Infrastruktur, Bildung, Forschung, Fachkräfte Beschaffung, Steuersenkung, Senkung der Sozialbeiträge usw. usf., muss immer stärker aus den Lohnsteuern finanziert werden und nicht von den Nutznießern der Wirtschaft. Allein um die Steuergerechtigkeit in den Steueranteilen wieder herzustellen, müssten die Steuern auf Vermögens- und Unternehmereinkommen erhöht werden. Umgekehrt dürfen Steuersenkungen nicht weiter zu Lasten der Lohnsteuern und zugunsten der Arbeitgeber ausfallen, oder? Was meint das Handelsblatt dazu? Dazu wird es doch nicht kommen, so Gott will. Gegenüber Amerika haben wir noch großen Nachholebedarf bei der Ausgestaltung der Ungleichheit, bis das Wachstum zusammenbricht. Brauchen wir doch nur unseren Außenhandelsüberschuss verdoppeln.

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