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14.12.2007 

Kanzlerin Angela Merkel hat den öffentlich Bediensteten zwar Einkommenserhöhungen in Aussicht gestellt. Auch sie sollten am Aufschwung teilhaben, versprach die Kanzlerin Ende November beim Kongress des Deutschen Beamtenbunds (DBB). Doch über den Umfang gehen die Vorstellungen weit auseinander. So können sich die kommunalen Arbeitgeber gerade einmal ein Plus von 2,9 Prozent vorstellen, aber nur, wenn im Gegenzug die Wochenarbeitszeit in Westdeutschland von 38,5 auf 40 Stunden verlängert würde. Verdi und DBB wollen da nicht mitspielen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist derzeit noch mit den Nachwehen der Tarifrunde 2007 beschäftigt. Sie hat mitten im Weihnachtsgeschäft zu Streiks im Einzelhandel aufgerufen, um die sich seit April hinschleppenden Tarifverhandlungen endlich zum Abschluss zu bringen. Die nächste Tarifrunde für die Metallbranche steht erst im Oktober 2008 an. Ein Grund mehr, warum im kommenden Jahr die Tarifmusik vor allem bei IG BCE und Verdi spielen wird.

Nicht nur um Lohnerhöhungen geht es bei der Tarifrunde 2008. Die IG BCE will beispielsweise für die Chemiebeschäftigten auch die lukrative Altersteilzeitregelung erhalten. Dafür braucht sie allerdings den Gesetzgeber. Der müsse dafür sorgen, fordert IG-BCE-Chef Schmoldt, dass die Förderung der Altersteilzeit durch die Bundesagentur für Arbeit Ende 2009 nicht ersatzlos ausläuft. „Die Politik darf die älteren Arbeitnehmer nicht im Regen stehen lassen.“

Die IG Metall fordert für ältere Stahlarbeitnehmer einen zusätzlichen freien Tag für jedes Lebensjahr über 50. „Ein Drittel unserer Angestellten ist über 50“, sagt dazu der Hauptgeschäftsführer des Stahlarbeitgeberverbands, Becher. „Wir können es uns nicht leisten, die alle bei voller Bezahlung weniger als die tarifliche Arbeitszeit von 35 Stunden arbeiten zu lassen.“

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