Das Gericht muss über die Vorladung entscheiden
Strauß-Verteidiger will prominente Zeugen vorladen

Im Steuerstrafprozess gegen Max Strauß hat die Verteidigung die Vernehmung prominenter Zeugen beantragt: Ex- Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und der frühere kanadische Premierminister Brian Mulroney sollen demnach vor dem Augsburger Landgericht aussagen.

HB AUGSBURG. Beide könnten bestätigen, dass Max Strauß weder bei dem Spürpanzergeschäft mit Saudi-Arabien noch bei dem Airbusverkauf an Kanada provisionsträchtige Leistungen erbracht habe, hieß es in der Begründung der Verteidigung. Das Gericht muss nun über die Vorladung entscheiden.

Der Politikersohn Strauß ist angeklagt, rund 2,6 Millionen Euro Provisionen aus Panzer- und Flugzeugverkäufen von dem nach Kanada geflüchteten Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber nicht versteuert zu haben. Dadurch seien etwa 1,3 Millionen Euro Steuern hinterzogen worden. Die Provisionen soll Strauß unter dem Tarnnamen „Maxwell“ auf ein Schweizer Konto erhalten haben.

Inzwischen sind die angeforderten CSU-Rechenschaftsberichte von 1988 bis 2001 beim Gericht eingegangen. Die Kammer will prüfen, ob es für Schreibers Angaben Anhaltspunkte gibt, das Geld auf dem „Maxwell“-Konto sei für die CSU bestimmt gewesen.

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