Das Kandidatenkarussel
Merkels Schattenkabinett formiert sich

Angela Merkel ist noch nicht einmal offiziell zur Kanzlerkandidatin ausgerufen worden. Doch schon gibt bei Union und Liberalen Spekulationen über die mögliche Zusammensetzung ihrer Regierungsmannschaft. Ob Außen-, Innen- oder gar Superminister - das Gedränge ist groß.

HB BERLIN. Merkel hat sich bislang noch auf niemanden festgelegt, wie es in der Parteispitze heißt. Momentan ist noch nicht einmal entschieden, ob sie ein Wahlkampfteam oder ein Schattenkabinett vorstellen wird, in dem jedem Minister ein konkreter Gegenspieler gegenüber stehen würde. Trotzdem kursieren erste Gerüchte über die möglichen Kandidaten für ein Ministeramt.

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Als zentrale Figur in einem Kabinett Merkel wird der bayerische Miniterpräsident Edmund Stoiber gehandelt. Gewinnt die Union, kommt er nach Berlin, heißt es trotz jüngster Dementi des CSU-Parteivorsitzenden. Wahrscheinlich ist, dass er das Amt eines "Superministers" für Wirtschaft und Finanzen oder Wirtschaft und Arbeit für sich reklamieren wird.

Auch CSU-Landesgruppenchef Michael Glos dürfte zu Ministerehren kommen, wenn die Union siegt. Im Gespräch ist das Verteidigungsressort. Die meisten Unions-Regierungschefs haben Ministerposten in der Mehrzahl bereits dankend abgelehnt. Einzig Saar-Ministerpräsident Peter Müller könnte sich überreden lassen, nach Berlin zu kommen. Ob er aber Ressortchef für Gesundheit, Soziales und Arbeit wird, ist völlig offen.

Hoch im Kurs stehen auch Niedersachsens Sozialministerin Ursula von der Leyen für Familie und Merkel- Vertraute Annette Schavan für Bildung. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff schlug im Sender N24 ebenfalls von der Leyen als Ministerin vor.

Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach könnte zudem das Justizministerium übernehmen, dem auch der Bereich Verbraucherschutz zugeteilt werden soll. Für das Verkehrsministerium oder den Aufbau Ost ist Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) im Gespräch. Aber auch die FDP wird sich nicht nur mit einem Ministerium begnügen. Auf den Posten im Außenministerium schielt Fraktionsvorsitzender Wolfgang Gerhard. Daneben möchte die FDP mit Parteichef Guido Westerwelle vermutlich auch das Innenministerium besetzen.

Bundeskanzler Schröder will mit seinem alten Kabinett in den Wahlkampf ziehen. Er kündigte jedoch bereits an, dieses nach einem Wahlsieg umbilden zu wollen. Treffen könnte es unter anderem Wirtschaftsminister Wolgang Clement (SPD) und Finanzminister Eichel (SPD).

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