„Das WIR entscheidet“: Leiharbeitsfirma überlässt SPD Slogan nicht ohne weiteres

„Das WIR entscheidet“
Leiharbeitsfirma überlässt SPD Slogan nicht ohne weiteres

Mit dem Kampagnen-Motto „Das WIR entscheidet“ will die SPD in den Wahlkampf ziehen. Mit diesem Spruch wirbt jedoch bereits seit 2007 eine Leiharbeitsfirma. Deren Chef lässt die Nutzung des Slogans durch die SPD prüfen.
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DüsseldorfDie SPD zieht unter dem Motto „Das Wir entscheidet“ in den Bundestagswahlkampf. Diese Woche wurde der Slogan präsentiert. Dabei übersahen die Genossen, dass mit demselben Spruch die Leiharbeitsfirma Propartner wirbt. Und das bereits seit 2007. Ausgerechnet eine Leiharbeitsfirma. Die Auswüchse dieser Branche im Nachgang der „Agenda 2010“-Reformen will die SPD eigentlich bekämpfen.

Vielleicht ist das auch ein Grund, warum Christophe Cren, Prokurist von Propartner, der SPD den Slogan nicht so ohne weiteres überlassen will. Jedenfalls hat sich die Geschäftsführung entschlossen, die Nutzung des Slogans durch die SPD prüfen zu lassen. In der Sache sei das das letzte Wort noch nicht gesprochen, heißt es in einer Mitteilung.

„Wir lassen den Sachverhalt derzeit prüfen“, sagt Cren. „Wir haben den Slogan bereits im Jahr 2007 entwickelt und bewusst gewählt.“ Ob seine Firma möglicherweise mit der Nutzung des Slogans im Bundestagswahlkampf in die Nähe der SPD gerückt werde und dies dem Erfolg von Propartner diene, bezweifelt Cren: „Angesichts der ablehnenden Haltung von Peer Steinbrück zum Thema Zeitarbeit ist es für uns eher benachteiligend, mit der SPD in Verbindung gebracht zu werden.“ Für das Unternehmen sei es außerdem wichtig, den Slogan zukünftig weiter uneingeschränkt nutzen zu können.

Kommentare zu " „Das WIR entscheidet“: Leiharbeitsfirma überlässt SPD Slogan nicht ohne weiteres"

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  • Man kann den Slogan in "Das UNS gewinnt" umtaufen oder einen
    neuen Spruch garantiert noch Frei: Wir Sozialakrobaten!

    Die SPD schlingert auf der politischen Autobahn mit geplatzten Reifen. Peer Steinbrück Notnagel Kandidat hat nicht das geringste Interesse mit fast 67 noch Kanzler zu werden. Das ist das gute an ihm das er nicht den " krankhaften Ehrgeiz von Schröder übernommen hat. Sein gemütliches Leben wird er weiterführen können.

  • Man kennt es , einen Vergleich wird es geben , Vielleicht gegenseitige versprechen und nach gewisser zeit , wenn gras über die Sache gewachsen ist , arbeitet man besser als gedacht zusammen .
    Die SPD hat keinesfalls eine ablehnende Haltung der Zeitarbeit gegenüber , frisiert sie doch die Arbeitslosenstatistik besonders effektiv , das war der Grund dafür, das Schröder und Fischer sie zu dem machten was sie heute ist .
    Das weiß der Herr Steinbrück natürlich auch und mit der Zeitarbeit hat er sicher noch viel --- viel vor .
    Der ganze bereich "Zeitarbeit " wird sicher noch größeren" Spielraum " bekommen sofern Steinbrück tatsächlich einen Regierungsauftrag bekommt !!!

  • „Das WIR entscheidet“

    Alles Quatsch, das Volk entscheidet!

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