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Aigner kündigt harte Gangart gegen Facebook an

Datenschutz
Aigner kündigt harte Gangart gegen Facebook an

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner geht mit dem Internetkonzern Facebook hart ins Gericht. Dabei kritisiert die CSU-Politikerin vor allem die neue Timeline-Funktion des sozialen Netzwerks.
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BerlinDas Angebot an Nutzer des sozialen Netzwerks, ihr gesamtes Leben in einer „Timeline“ zu veröffentlichen, sei „absurd“, sagte Verbraucherministerin Ilse Aigner dem Handelsblatt. „Die Aufforderung, die letzten Datenlücken im Internet schnell zu schließen, ist genau das Gegenteil dessen, was wir unter Medienkompetenz verstehen: Sparsam mit seinen persönlichen Daten umzugehen."

Aigner kündigte an, sich auf europäischer Ebene für einen strengeren Datenschutz einzusetzen. „Mein Ziel: ein besserer Schutz der persönlichen Daten von Verbrauchern in Europa - unabhängig davon, in welchem EU-Land sie leben oder in welchem Land die Unternehmen, die ihre Daten verarbeiten, ihren Sitz haben“, sagte Aigner. Diese Regeln würden dann auch für den amerikanischen Konzern Facebook gelten.

„Unternehmen, die ihre Dienste an europäische Verbraucher richten, sollen direkt dem EU-Datenschutzrecht unterliegen. Wer sich nicht daran hält, soll keine Geschäfte in unserem Binnenmarkt machen dürfen. Dann herrscht Wettbewerbsgleichheit. So wollen wir verhindern, dass Unternehmen ihre Firmensitze in Staaten mit einem geringen Datenschutzniveau verlagern“, sagte Aigner. Ende Januar will die EU-Kommission Vorschläge für ein neues Datenschutzrecht vorlegen.

Kommentare zu "Aigner kündigt harte Gangart gegen Facebook an"

Alle Kommentare
  • Nun ja, die Timeline übernimmt bei der Umstellung 1:1 die alten Privatsphäre-Einstellungen und ich kann auch nicht erkennen, dass mir ein Facebook-Mitarbeiter auf die Finger gekloppt hat, damit ich endlich ein neues Lebensereignis einstelle. Das hab ich mir schon selbst überlegt, der Internetuser ist doch immer noch mündig genug, selbst über seine Daten zu bestimmen?!

  • Ist doch ganz einfach, wenn Facebook sich dem Europäischen Datenschutz entzieht, wird es ganz einfach gesperrt!

  • Überträgt man Ilse Aigners Datenschutzforderungen auf die Verkehrspolitik, heißt das: Zäunt alle Straßen ein, damit niemand vor ein Auto laufen kann. Völlig absurd.

  • Das heißt ganz einfach, wer hier ein Angebot zur Verfügung steht hat sich auch an die Spielregeln zu halten. Gleiches Recht für alle und das ist nur legitim, denn die Deutschen Unternehmen müssen auch auf den Datenschutz achten, da darf für Facebook keine Ausnahme gelten, ansonsten muss das Angebot gesperrt werden.

    Das ist auch einfach nur fair, denn die Amerika wollen von uns Europäern auch immer möglichst alle Infos haben, dann sollen sie sich hier gefälligst auch an die Spielregeln halten!

  • Ist das nicht toll? Frau Aigner macht sich, im Zeitalter der Staatstrojaner und E-Post-Brief für Datenschutz stark! Es ist zum Gröhlen!
    ddrv2.de

  • Es handelt sich wieder um einen weiteren Vorstoss in Richtung Internet-Zensur unter dem Deckmäntelchen des Datenschutzes.
    ddrv2.de

  • Bedauerlich, dass sich eine renomierte Zeitung wie das Handelsblatt für solche Scheininformationen her gibt. 'Absurd' finde ich, wenn Internetunerfahrene Politiker mit ihren Technikänsten auf Wählerstimmenfang gehen.
    Bleibt noch die Frage, wie Frau Aigner uns überhaupt etwas von der Timeline erzählen kann, wenn sie sich doch schon im Juni 2010 bei Facebook abmelden wollte. (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Aigner-meldet-sich-bei-Facebook-ab-1015067.html)

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