DDR-Vergangenheit
Stasi wollte Merkel anwerben

Der DDR-Geheimdienst wollte Angela Merkel anwerben. Die Stasi brach den Versuch allerdings schnell wieder ab. Wie die Kanzlerin in einem Interview sagte, sei es ihr mit Verweis auf ihre Geschwätzigkeit gelungen, eine Spitzeltätigkeit abzuwehren.

HB BERLIN. Die DDR-Staatssicherheit hat vor 30 Jahren versucht, Bundeskanzlerin Angela Merkel als Spitzel anzuwerben. Die frisch diplomierte Physikerin blockte den Versuch des Geheimdiensts aber mit dem Hinweis ab, sie sei dafür zu geschwätzig. Weiter berichtete die CDU-Vorsitzende am Dienstag in Berlin, dass sie in der Nacht des Mauerfalls vor 20 Jahren in einer wildfremden Wohnung in West-Berlin mit Dosenbier auf die Sensation angestoßen hat.

Am 9. November 1989 hat Merkel nach eigenen Worten die Pressekonferenz von Günter Schabowski, wo die neue Reiseregelung verkündet wurde, im Fernsehen verfolgt und dann ihre Mutter angerufen - „weil wir so einen Running Gag hatten, dass wir bei Kempinski Austern essen gehen, wenn die Grenze mal weg ist“, sagte die Kanzlerin in einer Aufzeichnung der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“.

Sie habe ihrer Mutter damals gesagt: „Pass mal auf, das könnte bald passieren - und dann bin ich mit einer Freundin in die Sauna gegangen, wie ich das jeden Donnerstagabend getan habe.“ Als sie zurückgekommen sei, sei die Mauer am Grenzübergang Bornholmer Straße offen gewesen. „Und da bin ich dann rüber. In einer wildfremden Wohnung gab es dann eine Büchse Bier“.

Zu dem Stasi-Anwerbeversuch sagte Merkel, sie sei Ende der 70er Jahre nach einem Bewerbungsgespräch für eine Assistentenstelle als Physikerin an der Uni Ilmenau in einem Raum geführt worden, wo nicht wie erwartet die Fahrtkosten-Erstattung war, sondern ein Stasi-Offizier.

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