„De-Mail“
Bund setzt auf mehr Sicherheit beim E-Mail-Verkehr

Bessere Verschlüsselung, sichere Identität der Kommunikationspartner, Versand- und Eingangshinweise: Die Bundesregierung will das Versenden vertraulicher E-Mails sicherer machen. Das Kabinett brachte einen Gesetzesentwurf auf den Weg, der einen Rechtsrahmen für sogenannte De-Mail-Dienste vorgibt.
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HB BERLIN. Vertrauliche Daten sollen in Deutschland von 2011 an so sicher über E-Mail verschickt werden können wie mit der Post. Das Kabinett brachte am Mittwoch einen Gesetzentwurf für die "De- Mail" auf den Weg, wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte. Bei dem Verfahren sollen Internetanbieter garantieren, dass beim Mailversand bestimmte Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) werden heute nur fünf Prozent aller E-Mails verschlüsselt gesendet.

Bei 95 Prozent könnten die Absender und Empfänger nicht sicher sein, ob ihre elektronische Post nicht abgefangen, mitgelesen oder in ihrem Inhalt verändert wird. Ab 2011 sollen nun per De-Mail Nachrichten und Dokumente vertraulich, zuverlässig und sicher über das Internet versendet werden können. Dazu soll es Sicherheitsfunktionen geben wie Verschlüsselung, sichere Identität der Kommunikationspartner sowie Versand- und Eingangshinweise.

Betrieben wird De-Mail von staatlich zugelassenen, zumeist privaten Anbietern. Die De-Mail-Provider müssen strenge Auflagen erfüllen und sich beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) "akkreditieren". Bürger, Unternehmen, Behörden und sonstige Institutionen können bei einem zugelassenen De-Mail-Provider dann ein Postfach eröffnen. Hierfür wird eine sichere Identifizierung, etwa durch Vorlage eines Personalausweises, erforderlich sein.

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