De Maizière zu asylbegehrenden Soldaten
„Da gibt es keine Sonderreglung für die Türkei“

Die Türkei hatte von der Bundesregierung gefordert, die Asylanträge von türkischen Nato-Soldaten abzulehnen. Innenminister Thomas de Maizière hat nun auf die Forderung reagiert: Es werde keine Sonderregelung geben.
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BerlinBundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat im Streit um asylbegehrende türkische Soldaten Forderungen aus Ankara zurückgewiesen, die Anträge abzulehnen. „Da gibt es keine Sonderregelung für die Türkei“, sagte de Maizière der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag). „Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entscheidet individuell und allein auf Grund der gesetzlichen Vorgaben. Das gilt selbstverständlich auch für Asylanträge türkischer Antragsteller.“

Die türkische Regierung hatte gefordert, die Asylanträge von 40 türkischen Nato-Soldaten abzulehnen. Sie beschuldigt diese, Teil der Gülen-Organisation zu sein, die sie für den Putschversuch verantwortlich macht.

Die Anerkennungsquote türkischer Asylbewerber sei recht gering und habe 2016 bei rund acht Prozent gelegen, sagte de Maizière. Im letzten halben Jahr habe sich die Zahl türkischer Anträge aber erhöht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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