Debatte gefordert

Merkel stellt Nato-Ausrichtung auf den Prüfstand

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert eine Debatte über die strategische Ausrichtung der Nato. Vom Jubiläumsgipfel des Bündnisses Anfang April in Straßburg und auf der deutschen Rheinseite in Baden erwarte sie ein neues strategisches Konzept, so die Kanzlerin in Berlin. Zugleich meldete Merkel Zweifel am baldigen Nato-Beitritt zweier osteuropäischer Länder an.
Angela Merkel im Gespräch mit Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer. Auf der 54. Nato-Generalversammlung in Berlin forderte die Kanzlerin eine strategische Neuausrichtung der Allianz zu prüfen. Foto: Reuters Quelle: Reuters

Angela Merkel im Gespräch mit Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer. Auf der 54. Nato-Generalversammlung in Berlin forderte die Kanzlerin eine strategische Neuausrichtung der Allianz zu prüfen. Foto: Reuters

(Foto: Reuters)

HB BERLIN. Angesichts neuer Herausforderungen und Gefahren sei Klarheit über die künftigen Aufgaben der Nato nötig, sagte die Kanzlerin. Dazu gehörten der Umgang mit asymmetrischen Bedrohungen, dem internationalen Terrorismus und zerfallenden Staaten ebenso wie die Rüstungskontrolle und die Sicherung wichtiger Transportwege.

Zugleich machte Merkel erneut deutlich, dass sie die Zeit für einen Beitritt Georgiens und der Ukraine zur Nato noch nicht für gekommen hält. Beide Länder würden die Beitrittsbedingungen auf absehbare Zeit nicht erfüllen, betonte die CDU-Politikerin. Während die USA auf einen raschen Beitritt beider Länder zu der Allianz dringen, lehnt Russland dies als Eingriff in seinen Machtbereich scharf ab.

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