Debatte über Managergehälter
Merkel warnt die Arbeitgeber

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Wirtschaft aufgerufen, den Streit über hohe Managergehälter als Chance zu begreifen. Gleichzeitig forderte sie, dass die Unternehmen selbst eine Lösung finden. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt stimmte ihr in diesem Punkt zu. Größeren Zorn gab es bei einem anderen Thema.

HB BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Wirtschaft davor gewarnt, die Diskussion über maßlose Managerbezüge als „Neid-Debatte“ zu verwerfen. Sie habe nichts gegen vernünftige Bezahlung für gute Leistung, sagte sie auf dem Arbeitgebertag in Berlin. Auch strebe ihre Regierung keine Initiativen für staatlich geregelte Gehaltsobergrenzen und Abfindungen an. Doch könne das Motto nicht lauten: wenn kein Gesetz komme, passiere gar nichts.

Deshalb appelliere sie an die Unternehmerschaft, sich der Sache anzunehmen. Möglich sei eine Verbesserung der freiwilligen Verhaltensregeln für Firmen. „Je offener die Wirtschaft die Debatte aufgreift desto besser für unsere Gesellschaft", sagte Merkel.

Auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat den Unternehmen ins Gewissen geredet und zur Mäßigung aufgerufen. Auf dem Arbeitgeberkongress 2007 warb er für eine „Ethik der Verantwortung als Sperre gegen Kontrollverlust und Maßlosigkeit“. Hundt betonte:“Ohne Legitimation von innen bleibt die Marktwirtschaft gefährdet, auch wenn sie keinen größeren Feind hat.“ Durch Schlagzeilen der jüngeren Zeit nehme die Bevölkerung Manager, aber auch Betriebsräte als korrupt und Vertreter eigener Interessen statt des Gemeinwohls wahr. Es handele sich um unschöne Beispiele. Die große Mehrzahl der Führungskräfte diene ihrer Firma und der Belegschaft.

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