Debatte über Wirtschaftskompetenz

CDU-Spitzenpolitiker sorgen sich um Unions-Profil

In der CDU wächst die Sorge, dass die Partei aus wahltaktischen Gründen weiter nach links rückt. Der Wirtschaftsrat ist alarmiert und fordert von der CDU-Spitze, sich deutlicher zur sozialen Marktwirtschaft zu bekennen.
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Rot wie der derzeitige politische Kurs: Das Logo der CDU. Quelle: dpa

Rot wie der derzeitige politische Kurs: Das Logo der CDU.

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BerlinIn der CDU mehren sich die Stimmen, die angesichts des Bundestagswahlkampfs eine Stärkung der Wirtschaftskompetenz der Partei fordern. Nachdem der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), seiner Partei dazu geraten hatte, nach einem Bundestagswahlsieg, den Posten des Bundeswirtschaftsminister für sich zu reklamieren, meldet sich nun der Präsident des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt Lauk, zu Wort. „Die CDU muss in den nächsten Monaten ihre Wirtschaftskompetenz wieder stärker unter Beweis stellen“, sagte Lauk Handelsblatt Online. „Unverändert aktuell bleibt Ludwig Erhards Mahnung, Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts.“ Die CDU müsse sich daher wirtschaftspolitisch „endlich wieder überzeugender zur sozialen Marktwirtschaft bekennen“.

Haseloff hatte sich am Freitag dafür ausgesprochen, der Wirtschaftskompetenz seiner Partei im Bundeskabinett mehr Ausdruck zu verleihen. „Die Frage ist schon relevant, ob die CDU mal wieder einen eigenen Wirtschaftsminister stellt, der für Wirtschafts- und Sozialkompetenz steht und also beide Flügel in der Volkspartei darstellt. Ich würde mir einen CDU-Bundeswirtschaftsminister wünschen“, sagte Haseloff im Interview mit Handelsblatt Online. „Ich bin selbst Minister für Wirtschaft und Arbeit gewesen und hatte das Gefühl, dass diese Kombination einem Land gut tun kann.“

In der Unions-Bundestagsfraktion wurde der Vorstoß Haseloffs zurückhaltend aufgenommen. „Das Fell des Bären wird verteilt, wenn er erlegt ist“, sagte der CDU-Wirtschaftsexperte Joachim Pfeiffer Handelsblatt Online. „Daher rate ich, uns darauf zu konzentrieren, dass die CDU/CSU gestärkt aus der Bundestagswahl hervorgeht.“

Für Unruhe in der CDU sorgt derweil, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel mit milliardenschweren Wahlversprechen den Bundestagswahlkampf bestreiten will. Bei einer Telefonrunde mit Parteimitgliedern hatte die CDU-Chefin vor wenigen Tagen ein umfangreiches Entlastungsprogramm angekündigt. Dazu zählen eine stärkere steuerliche Förderung von Kindern, eine Anhebung des Kindergeldes, höhere Renten für Mütter und eine Mietpreisbremse. Zudem will Merkel zusätzlich vier Milliarden Euro in den Bau von Straßen stecken.

CSU stützt Merkels Wahlversprechen
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77 Kommentare zu "Debatte über Wirtschaftskompetenz: CDU-Spitzenpolitiker sorgen sich um Unions-Profil"

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  • Ein Unionsprofil ist längst nicht mehr sichtbar. Eurohysterie, EU-Diktat, Entwertung der deutschen Vermögen, Steuerverschwendungen (Kriegseinsätze und Drohnenchaos) ziehen die Union nach unten. Im September kann es böse Überraschungen geben: die AfD profitiert mit einem guten Programm von den massiven Fehlern der Altparteien, die nicht mehr wählbar sind, weil sie die Alternativen verschlafen haben.

  • DIE CDU IST NUR NOCH NICHT ÖKOMISCHER HINSICHT NICHT-LINKS


    Die Befürchtungen des Wirtschaftsflügels nach einem Linksruck der CDU sind interessant, war doch bislang die stramme ökomisch-rechte (= wirtschaftsliberale) Ausrichtung der CDU die einzige Kontinuität der Partei.

    Während die CDU beginnend in den 1980ern alle rechten Positionen nach und nach aufgegeben hat, ihren gesamten (äußert erfolgreichen!) rechten Flügel ausgesondert hat, so blieb sie doch stets die rechte Hand des Großkapitals.

    Das Eintreten der CDU-Führung für eine sogenannte "Willkommenskultur" und weiterer Zuwanderung nach Deutschland ist ganz im Interesse des Großkapitals/Großindustrie.

    Siehe z. B. http://www.blu-news.eu/2012/07/14/ethnische-homogenitat-untergraben/

    oder

    http://korrektheiten.com/tag/bertelsmann-stiftung/

    Allein an dieser aktuellen Zuwanderungspolitik zeigt sich deutlich, wie Wirtschaftsnah und Kapital-nah die CDU noch heute ist.



  • In der CDU wächst die Sorge, dass die Partei aus wahltaktischen Gründen weiter nach links rückt.

    Wobei sich die Befürchtungen des Linksrucks um einen Ruck nach Links in ökomischen Fragen handelt.

    In gesellschaftspolitische und kulturpolitischen Fragen ist die CDU schon ohehin soweit nach links gerückt, dass sie von der SPD eigentlich nichts mehr unterscheidet.

    Die CDU ist heute eine "kulturmarxistische", gesellschaftspolitisch linke (=multikulturalistische, antinationale, genderistische, feministische) Partei.

  • Der letzte CDU Wähler hat gesprochen.

  • UMFRAGE

    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_63395934/forsa-umfrage-beide-politischen-lager-ohne-mehrheit.html

    Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?
    STAND: Sonntag, 02.06.2013/ 16.25h
    Es haben 17617 Besucher abgestimmt

    CDU/CSU
    25.5%
    (4499 Stimmen)

    SPD
    12.9%
    (2277 Stimmen)

    Die Grünen
    4%
    (707 Stimmen)

    FDP
    3.1%
    (547 Stimmen)

    Piratenpartei
    1.8%
    (295 Stimmen)

    AfD
    39.5%
    (6961 Stimmen)

    Die Linke
    3.8%
    (674 Stimmen)

    Keine Partei
    3.9%
    (693 Stimmen)

    Andere Parteien
    5.5%
    (964 Stimmen)

    * Diese Nutzerumfrage ist nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Online-Umfragen sind einem hohen technischen Missbrauchsrisiko ausgesetzt, die Ergebnisse dieser Umfrage könnten eventuell von Dritten manipuliert worden sein.
    ------------------------------------
    Nach meinem letzten Aufruf dieser Seite verschwand diese Umfrage!
    Sie haben Angst!
    Die AfD ist die schlimmste Bedrohung für CDUSPDGRÜNEFDPCSULINKE!
    Weil die AfD mit Demokratie droht!

    Und genau deshalb werde ich sie wählen!
    Leeren wir CDUSPDGRÜNEFDPCSULINKE das Fürchten!

  • Die Union wird es im September vermutlich nicht schaffen und alle die sich darüber freuen,werden dass bekommen was sie verdienen.Eine R/R/G Regierung die nicht unterschiedlich sein wird. Die Linke will das alte DDR System Light,die SPD und Grünen arbeiten vermutlich für Erdokan und seine AKP. In einem anderen Artikel des HB über Volksverräter kann man sehen das die SPd dort
    hoch vertreten ist. Alle die Ferienhäuser in der Türkei haben wie Schröder z.B Ferienhaus 250 000.-T Euro bei Bodrum Türkei müssten
    kontrolliert werde. Aber über Korruption sieht die Politiker Elite einfach weg. Die Presse Handzahm keine Lust mehr auf Demokratie und keine Lust mehr den Bürger zur Seite zu stehen. Aber wer sich regelmässig mit Politik beschäftigt, sieht wie das politische Sytem Deutschland immer mehr wachsweich wird. Durch Kontrollen glauben Politiker ihre Macht zu halten. Aber wenn der Sturm losbricht, dann nützen auch keine BW Soldaten mehr.

    Über die Union kann man sagen was man will,aber als Volksverräter kann man sie nun wirklich nicht bezeichnen.

    Keine Zusammenarbeit zum Schaden der BRD mit der DDR / SPD/Grüne Schon.

    Wiedervereinigung Union ja / SPD/GRÜNE/SED nein.

    Islamisierung Deutschlands Union Nein / SPD/LINKE/Grüne Ja.

    Volkspartei Union ja / Grüne/Linke/SPD/FDP Nein. Könnte die Union wie sie wollte ohne FDP,sehe hier vieles anders aus. Aber als Koallitionspartner sollte es eine Partei sein, die dieses Land nicht als letztes verkaufen will. Diese Partei gibt es noch nicht und wird doch so dringend gebraucht. Aber sollte R/R/GRÜN das Land plattmachen dann gibt es ja keine Gesetze mehr, an denen man sich halten muss. dass zum Trost für alle die dann explodieren.

  • Die Union hat kein Profil. Unterschiede zur SPD oder Grüne
    kann man mit der Lupe suchen.

    Hilflosigkeit beim Euro-Desaster, das den Bundesbürger
    schleichend enteignet.

    Eine panikartige, unüberlegte Energiewende belastet vor allem
    die arme Bevölkerung.

    Was alle Parteien vom Bürger halten, beweist die Rentenanpassung
    für West-Rentner. Die Politik aller etablierten Parteien führt dazu,
    das Deutschland ein Armenhaus wird.

    Ein Durchschnittsverdiener kann gerade noch eine Rente
    erwarten, die der Grundsicherung entspricht.

    Wir retten Staaten in der Eurozone, deren Bevölkerung reicher ist,
    als die Retter selbst (EZB-Studie).

    Als Wähler erwarte ich eine sachkundige, kompetente
    Führungsmannschaft. Mit Lehrern, Studienabbrecher, Erzieher,
    Juristen etc. können wir die akuten Probleme nicht lösen.

  • Das Unionsprofil heißt Merkel und ist wie ein Schlappen abgefahren.

  • Meinen Sie nicht, dass es etwas lächerlich ist 5 Kostgänger der Regierung und teilweise des Staats-TVs als maßgebliche Kritiker auszuweisen.

  • Das Grundgesetz ist der Boden und der Weg auf dessen
    Grundlage ohne Ansehen der Person jedem Bürger dieselben
    Rechte und Pflichten zuteil werden sollten.

    Diese Ansprüche zu erfüllen, scheint mittlerweile kaum eine Partei zu interessieren und ich glaube nicht, dass dieser Eindruck subjektiv bzw. rein persönlicher Natur ist.

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