Debatte um Abfindungen
Unionspolitiker attackieren Manager-Verhalten

Die Diskussion um Verantwortung und Moral in Unternehmen ist nach dem Mannesmann-Urteil voll entbrannt: Nach der SPD kritisierten nun auch führende Unionspolitiker das Verhalten einiger Manager scharf. Die deutsche Wirtschaftselite müsse ihrer „sozialen Verantwortung “ stärker gerecht werden und zum „rechten Maß“ zurückfinden.

HB BERLIN. „Die immer kürzeren Verfallsdaten von Zusagen in den betrieblichen Bündnissen zerstören das Vertrauen in die Wirtschaft. Die soziale Verantwortung liegt nicht allein bei den Politikern", sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder, den „Stuttgarter Nachrichten“.

Zur Debatte um den Mannesmann-Prozess und Managerabfindungen sagte der CDU-Politiker, man solle „das rechte Maß“ als eine Grundtugend wieder in den Mittelpunkt rücken, denn „viele in unserem Land sind maßlos geworden“. Das sei allerdings nicht durch Verordnungen oder aktienrechtliche Vorschriften, sondern nur durch politische Diskussion zu erreichen.

In den vergangenen Wochen hatte etwa der Reifenhersteller Continental Stellenstreichungen angekündigt, obwohl die Beschäftigten sich zuvor zu Einbußen zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze verpflichtet hatten. Letztlich löste jedoch das Mannesmann-Urteil eine erneute Debatte über die Verantwortung und Moral von Managern aus.

Der Bundesgerichtshof hatte am Mittwoch die Freisprüche von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und fünf weiteren Angeklagten aufgehoben. Sie müssen sich wegen der Millionen-Abfindungen im Zusammenhang mit der Mannesmann-Übernahme erneut vor Gericht verantworten. Im Kern geht es um 57 Millionen Euro Prämien und Abfindungen, die bei der Übernahme von Mannesmann durch den britischen Mobilfunkriesen Vodafone geflossen waren. Ackermann wies Rücktrittsforderungen zurück.

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