Debatte um Ausbildungsplatzabgabe
SPD will Lehrlingsgehälter nicht kürzen

Die Diskussion um die Ausbildungsmisere in Deutschland geht weiter. Den Vorstoß der Union, die Lehrlingsgehälter zu senken, hat die SPD am Mittwoch abgelehnt.

HB BERLIN. Das einzige, was der Union zur Behebung der Ausbildungsplatzprobleme einfalle, sei „ein Eingriff in die Tarifautonomie“, erklärte die stellvertretende SPD- Fraktionsvorsitzende Nicolette Kressl am Mittwoch in Berlin. Die Höhe der Ausbildungsvergütungen sei Sache der Tarifparteien. „Das soll in Zukunft auch so bleiben“.

Wie das „Handelsblatt“ am Mittwoch unter Berufung auf eine bislang unveröffentlichte Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung schreibt, erhält bereits heute knapp ein Fünftel der Lehrlinge weniger als Tarif. Das Berufsbildungsgesetz erlaubt eine Abweichung von maximal 20 Prozent nach unten. Die Lehrlingsgehälter liegen zwischen 250 und 800 Euro pro Monat. Die CDU/CSU-Fraktion hatte am Vortag ein Alternativ-Konzept zu der von SPD und Grünen vorgesehenen Ausbildungsplatzabgabe vorgelegt. Um den Anreiz für Betriebe zu erhöhen, mehr Ausbildungsplätze anzubieten, soll danach die Lehrlingsvergütung auf bis zu ein Drittel unter die durchschnittliche Tarifbezahlung gesenkt werden können.

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