Debatte um Eingreiftruppe
CDU und SPD beurteilen Kongo-Einsatz skeptisch

Verteidigungspolitiker in Berlin sehen einen möglichen Einsatz deutscher Soldaten im Kongo äußerst skeptisch. „Wir raten zu großer Zurückhaltung bei dem Thema“, sagte Bernd Siebert, verteidigungspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, dem Handelsblatt.

BERLIN. „Wir wollen uns nicht aus der Verantwortung herausnehmen, aber die Bundeswehr kann nicht an jedem Ort der Welt stehen, wo etwas passiert.“

Auch der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Rainer Arnold, sagte in Berlin nach einer Sitzung des Verteidigungsausschusses, die Große Koalition wolle das Thema „verhalten angehen“. Jedenfalls könne es auf keinen Fall sein, „dass Deutschland die Hauptverantwortung trägt“.

Hintergrund der Debatte ist die Anfrage der Vereinten Nationen an die EU, ob eine rund 1.500 Mann starke Eingreiftruppe mithelfen könne, die Wahlen am 9. April im Kongo abzusichern. Damit sollen die ohnehin im Land befindlichen Uno-Blauhelme verstärkt werden. In den nächsten Tagen soll ein von Uno und EU zusammengesetztes Erkundungsteam in den Kongo reisen, um zu prüfen, wie eine Unterstützung konkret möglich sein könnte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%