Debatte um Flüchtlingskrise
Rotes Kreuz fordert neuen Katastrophenschutz

Das DRK ist in Sachen Not- und Katastrophenhilfe erfahren. Nun übt sich die Organisation scharfe Kritik am Umgang Deutschlands mit dem Zustrom an Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten: eine Reform müsse her.
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BerlinAngesichts der Schwierigkeiten bei der Unterbringung von Flüchtlingen fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine Reform des Katastrophenschutzes. „In diesen turbulenten Zeiten mit weltweit mehr als 50 Millionen Flüchtlingen müssen wir uns in Deutschland darauf einstellen, dass solche humanitären Notlagen viel häufiger auftreten“, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Der Katastrophenschutz solle sich stärker an konkreten Notlagen von Menschen orientieren, forderte der frühere Bundesinnenminister.

Seiters appellierte an Länder und Kommunen, spätestens mit Beginn der kühleren Herbstmonate ausreichend feste Wohnräume zur Verfügung zu stellen. Zeltstädte sollten die absolute Ausnahme bleiben. „Das darf in Deutschland nicht zum Standard für die Unterbringung von Flüchtlingen werden“, sagte der DRK-Präsident. Allein mit der Unterbringung sei es aber nicht getan. Der Katastrophenschutz mit seinen 1,7 Millionen ehrenamtlichen Helfern sei zwar gut darin, Ausrüstung und technisches Gerät bereitzustellen, heißt es beim Roten Kreuz. Es hapere aber bei der Betreuung der Menschen - vor allem wenn diese traumatisiert aus Kriegsgebieten kämen.

Till Hoppe
Till Hoppe
Handelsblatt / Europa - Korrespondent in Brüssel

Kommentare zu " Debatte um Flüchtlingskrise: Rotes Kreuz fordert neuen Katastrophenschutz"

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  • Da man aus dem Mittelmeer einsatz n fährbetrieb gebastelt hat...

    wäre es nur angebracht auch massig in wärme länder zurückzuführen,

    braucht man auch nicht in D frieren.....

  • Der DRK-Präsident Rudolf Seiters sagt: „In diesen turbulenten Zeiten mit weltweit mehr als 50 Millionen Flüchtlingen müssen wir uns in Deutschland darauf einstellen, dass solche humanitären Notlagen viel häufiger auftreten“

    Wir wissen alle, dass es diese 50 Millionen Flüchtlinge nicht geben müsste. Ganz einfach deshalb, weil es bisher so nicht war. Anstatt sich nur um die Folgen von Flucht zu kümmern, wäre es doch angebracht, sich insbesondere mit den Ursachen auseinanderzusetzen. Ansonsten wird wohl keine Besserung zu erwarten sein.
    Auch der undifferenzierte Umgang mit der Situation ist der Sache nicht förderlich: Alle hier ankommenden Menschen werden pauschal als "Flüchtlinge" bezeichnet, mehrheitlich (wie auch in diesem Artikel wieder) werden Bilder mit Kindern zu verwenden, obwohl nur ein Bruchteil unter den hier ankommenden Menschen Kinder sind. Das zeigt, dass man seitens Politik, Medien und Hilfsorganisationen nicht an wirklicher Transparenz gegenüber der Bevölkerung interessiert ist.
    Würde man Hilfsleistungen auf diejenigen beschränken, die dies 1.) wirklich nötig haben und 2.) auch aufgrund der Gesetzeslage einen Anspruch darauf haben, gäbe es die meisten Probleme mit diesem Thema überhaupt nicht. Vermutlich könnte man so z.B. die Massenzuwanderung aus den Balkanländern größtenteils unterbinden, weil dann der Anreiz fehlen würde.
    Wenn die Belastungsgrenze der noch zur Hilfe fähigen Länder in Europa erreicht und vermutlich dann auch gleich überschritten wird, hilft dies niemandem. Aber man scheint die Situation ungebremst gegen die Wand fahren (lassen) zu wollen. Ich sehe und höre jedenfalls nirgends von Überlegungen und Plänen, wann und wie so etwas eintreten könnte und wie man damit umzugehen gedenkt. Also wird es wohl zwangsläufig in einem Chaos enden...

  • Der Mann hat da schon Recht der Winter kommt bestimmt. Nur das Word Traumatisieren wird nach meiner Meinung zu oft missbraucht. Wer Hilft eigentlich den Traumatisierten Ehrenamtlichen Mitarbeiter des DRK. Die Hilfe Leisten und am ende feststellen das Ihre Hilfe von den Hilfesuchenden nicht geachtet wird. Wer kümmert sich um die vielen Einheimischen die sich in bestimmten Orten nicht mehr sicher Fühlen. Die hier lebenden Menschen sollen alle willkommen heizen, Sie sollen Teilen und Geben. Sie sollen Täglich Viel Arbeiten und Ihre Steuern Pünktlich Zahlen. Sie sollen Schweigen und empfundenes Unrecht hinnehmen. Vielleicht sollten wir Zelte für die Einheimischen errichten um Platz für Flüchtlinge und Asylbewerber zu schaffen.

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